Högler-Erweiterungsbau feierlich eröffnet
Vor 23 Monaten sagten die Dübendorfer Stimmberechtigten deutlich Ja zum 7,29 Millionen Franken teuren Högler-Erweiterungsbau. Im Oktober war der Spatenstich, und bereits am Freitag – zehn Monate danach – konnte der Modulholzbau mit zwei Dutzend geladenen Gästen offiziell eingeweiht werden.
Die Stimmung unter dem Vordach des neuen Schulhausteils war aufgeräumt. Stadtpräsident André Ingold (SVP) freute sich darüber, dass es in Sachen Primarschul-Infrastruktur «endlich mal etwas Positives» zu vermelden gebe. Der Bau sei ein Bijou und passe gut in die Umgebung. Lob gab es ebenso für die Umgebungsgestaltung, die den Ort zu einem «attraktiven Treffpunkt» für Kinder und Jugendliche aus dem Quartier mache.
Auch Bildungsvorsteherin Susanne Hänni (GLP/GEU) war die Freude deutlich anzusehen – immerhin ist das Gebäude der erste Neubau der Primarschule Dübendorf seit 1974. Sie strich das «sehr gute Preis-/Leistungsverhältnis» hervor und bedankte sich bei den politischen Entscheidungsträgern und dem (nicht anwesenden) Stimmvolk. Die geplante öffentlich Feier war wegen Corona verschoben worden.
Aus drei Etagen wurden vier
Die allgemeine Erleichterung über das abgeschlossene Vorhaben kam nicht von ungefähr, schliesslich wurden in der Vergangenheit geplante Sanierungen oder Umbauten der Primarschule regelmässig von lauten Nebengeräuschen begleitet. So auch der Högler-Erweiterungsbau, der zuerst dreistöckig geplant war und nun, nach intensiven politischen Debatten und einer drohenden Schulraumverknappung durch eine Planungspanne, als vierstöckiges Gebäude realisiert wurde.
Die Projektänderung hat zur Folge, dass aktuell fünf Klassenzimmer nicht besetzt sind – was durchaus so gewollt ist. So günstig komme man nie mehr zu Schulraum, war im Parlament wiederholt zu hören gewesen, als es darum ging, wie viele Stockwerke das Schulhaus haben soll. Damit hat die Schule im Hinblick auf das Bevölkerungswachstum im Westen Dübendorfs eine Reserve und könnte auch Kinder des Birchlen-Schulhauses aufnehmen, wenn dort dereinst die Bagger auffahren.
