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Rüstige Sitzbergerin feiert ihren Hundertsten

Diese Woche hat eine Bewohnerin des Gehörosendorfs Turbenthal ihren hundertsten Geburtstag gefeiert. Zum Ehrentag der gebürtigen Sitzbergerin Frieda Siegfried kam sogar der Gemeindepräsident vorbei.

Geburtstagskind Frieda Siegfried erhielt Besuch vom Gemeindepräsidenten Georg Brunner., Auch Annette Kahlen, Gesamtleiterin des Gehörlosendorfs, gratulierte der Bewohnerin., Georg Brunner verewigt sich auf dem Plakat.

Fotos: Bettina Schnider

Rüstige Sitzbergerin feiert ihren Hundertsten

Der Mittwoch war ein spezieller Tag im Gehörlosendorf Turbenthal. Im Wintergarten gleich neben der Cafeteria waren Stühle und ein kleines Tischchen aufgestellt, an der Wand hing ein farbiges Plakat, auf dem gross die Zahl 100 prangte. Grund für diese spezielle Aufmachung war der hundertste Geburtstag von Bewohnerin Frieda Siegfried.

Zu diesem Ehrentag durfte Siegfried hohen Besuch empfangen. Gemeindepräsident Georg Brunner (FDP) kam im Gehörlosendorf vorbei und gratulierte der Bewohnerin. Als Geschenk brachte er eine spezielle Blumenschale mit. Auch er durfte sich auf dem Glückwunschplakat mit seiner Unterschrift verewigen.

Beim Anstossen ebenfalls dabei waren unter anderem zwei Nichten des Geburtstagskindes sowie Annette Kahlen, die Gesamtleiterin des Gehörlosendorfs.

Immer noch im Dorf unterwegs

Frieda Siegfried wohnt erst seit drei Jahren im Gehörlosendorf und darf auf ein bewegtes Leben zurückblicken. Trotz ihrer Hörbehinderung lebte sie bis 2017 in Sitzberg. Sie war das jüngste von sechs Geschwistern und besuchte als Kind zwei Jahre die Primarschule in Schurten. Weil sie dort aber zu wenig verstand, wurde sie anschliessend sechs Jahre lang in der Gehörlosenschule in St. Gallen unterrichtet.

Nach ihrer Schulzeit kehrte Siegfried auf den elterlichen Hof zurück und packte im Landwirtschaftsbetrieb an, so lange es ihre Kräfte erlaubten. Sie wohnte im Stöckli des Hofes, bis sie vor drei Jahren ins Gehörlosendorf Turbenthal zog.

Auch wenn sie dort in der Pflegeabteilung betreut wird, ist sie bei guter Gesundheit und immer noch oft in Turbenthal unterwegs. «Es kann gut sein, dass viele Turbenthalerinnen und Turbenthaler Frau Siegfried schon einmal auf der Strasse begegnet sind», sagt Annette Kahlen.

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