Sanierung der Baumer Hundschilen-Brücke dauert länger
Eigentlich hätte die frisch instandgesetzte Hundschilen-Brücke über die Töss Ende August wieder eingeweiht werden sollen. Doch nun kommt es zu Verzögerungen, wie die Gemeinde Bauma in einer Mitteilung schreibt.
Zum einen habe der Kanton weitere Auflagen gemacht, zum anderen seien die Brücke und die Betonelemente, auf welchen das Stahlkonstrukt aufliegt, in schlechterem Zustand als ursprünglich angenommen.
Baumer Hundschilen-Brücke in luftiger Höhe

Simon Grässle Submitted by Simon Grässle (sgr) on Mo 30.03.2020 – 18:00 src=”https://d2e1s0mc2ui2l2.cloudfront.net/zom/archiv/image-preview/2020/03/30/001_1.jpg?itok=y-gfgdex” width=”315″ height=”177″ alt=”” class=”no-tts image-style-teaser-overview” />
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Die Sanierung der Tössbrücke «Hundschile» in Bauma ist dringend notwendig. Aus diesem Grund ist das über 14 Tonnen schwere Stahlkonstrukt nun in einem Stück entfernt und abtransportiert worden. Video: Simon Grässle
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«Das konnten wir aber erst feststellen, nachdem die Brücke abtransportiert worden war», erklärt Robert Sturzenegger, Abteilungsleiter Tiefbau und Werke der Gemeinde Bauma. Ende März wurde die 17 Tonnen schwere Stahlkonstruktion mit einem speziellen Kran aus ihrer Verankerung gehoben und zur Sanierung abtransportiert.
Schlechter Zustand
«Bei der Brücke selber müssen mehr Teile als gedacht ausgewechselt werden. Das hat sich erst gezeigt, als man die Stahlkonstruktion auseinandergenommen hat», sagt der Abteilungsleiter. Auch bei den Betonelementen, den sogenannten Widerlagern, bemerkte man den schlechteren Zustand erst, nachdem die Brücke abtransportiert worden war.
«In dieser Berechnung haben wir sogar noch etwas Reserven für Unvorhergesehenes eingeplant.»
Robert Sturzenegger, Abteilungsleiter Tiefbau und Werke der Gemeinde Bauma
Gemäss Sturzenegger sei es jedoch normal, dass es bei einem solchen Bauprojekt zu Verzögerungen kommen kann: «A ufgrund der sichtbaren und mutmasslichen Schäden trifft man immer eine Annahme, was alles zu tun ist und wie lange es dauert. » Deshalb müsse man mit Abweichungen rechnen.
Genug Reserven
Neu geht die Gemeinde davon aus, dass die Sanierung Ende November abgeschlossen werden kann. «In dieser Berechnung haben wir sogar noch etwas Reserven für Unvorhergesehenes eingeplant», betont Sturzenegger.
«Den grössten Teil der Mehrkosten wird sicher die Gemeinde tragen müssen.»
Robert Sturzenegger
Bis es so weit sei, bleibe die Zufahrt zur Sennhüttenstrass über die Baustelle oder über Alternativzufahrten jederzeit gewährleistet, heisst es in der Mitteilung Gemeinde. Es könne jedoch zu Verzögerungen und Wartezeiten im Raum Sennhüttenstrasse-Sunnerai kommen.
Kosten aufgeteilt
Die Verzögerungen sowie die Erweiterung der Sanierung haben zur Folge, dass das Projekt insgesamt teurer wird. Ursprünglich rechnete man mit Kosten von 835’000 Franken. Davon hätte die Gemeinde Bauma 250‘000 Franken übernommen, den Rest die Denkmalpflege und das Bundesamt für Strassen.
«Den grössten Teil der Mehrkosten wird sicher die Gemeinde tragen müssen», erklärt Sturzenegger. Man sei jedoch in Verhandlung mit den anderen Kostenträgern. Deshalb könne er noch nicht abschätzen, wie viel die Gemeinde schliesslich zu bezahlen habe.
