Schlange stehen für Vulkane und Raketen
Seit 1995 führen Renate und Urs Keller-Wild ein Spezialgeschäft für Feuerwerk und Pyrotechnik in Rikon. Doch einen 1.-August-Verkauf wie dieses Jahr haben die beiden noch nie erlebt: Ihr Geschäft wurde richtiggehend überrannt.«Am Schluss hatten wir nicht einmal mehr Vulkane», sagt Renate Keller
Der Grund dafür sei wohl, dass dieses Jahr viele Leute ihre Ferien in der Schweiz verbringen, glaubt Keller. «Das haben uns auch viele Kunden gesagt.» Dazu kommt, dass die meisten Gemeinden ihre öffentlichen Feuerwerke abgesagt haben. «Viele, die am 1. August in der Schweiz sind, schauen sich normalerweise diese an.»
Auf den letzten Drücker
Die Kellers beliefern regelmässig mehrere Gemeinden mit Feuerwerk für den 1. August. Doch diese grossen Bestellungen blieben dieses Jahr aus. Trotzdem bleibt dank des starken Absatzes im Geschäft ein kleines Umsatzplus. «Wir haben wohl etwa fünf Prozent mehr als in den Jahren zuvor», bestätigt Keller-Wild. Sie seien damit sehr zufrieden.
«Wir konnten jeweils nur eine beschränkte Anzahl Personen ins Geschäft lassen.»
Renate Keller-Wild, Mitinhaberin Feuerwerk und Pyrotechnik in Rikon
Die meisten Kunden haben ihr Feuerwerk auf den letzten Drücker besorgt. Das sei jedoch üblich, bestätigt die Inhaberin. «Viele warten die Wettervorhersagen ab, bevor sie sich für den Kauf entscheiden.» Deshalb sei der Andrang am 1. August riesig gewesen. Trotz Feiertag war das Geschäft offen.
Corona-Massnahmen mit positivem Nebeneffekt
Und wegen den Corona-Massnahmen brauchten die Feuerwerkshungrigen noch mehr Geduld, bis sie ihre Raketen, Vulkäne und Feuerwerksboxen kaufen konnten. «Wir konnten jeweils nur eine beschränkte Anzahl Personen ins Geschäft lassen», erklärt Keller.
So bildete sich vor dem Eingang eine längere Schlange. Die Kunden seien sehr geduldig gewesen, meint die Inhaberin. «Viele haben es auch geschätzt, dass man im Laden selber Platz hatte und sich nicht auf die Füsse stand.»
