Sie sind rund 60 Zentimeter gross, aus Granit und kosten pro Stück gemäss Angaben des Wetziker Tiefbauamtes fertig versetzt etwa 650 Franken. Und es gibt viele von ihnen, 23, um genau zu sein, schön aufgereiht entlang der Schönenwerdstrasse zwischen der Robank und dem Sack, dort Wetzikon, hier Seegräben. Die steinernen Poller stehen stramm – wenn sie nicht gerade wieder einmal von ihrem Platz gestossen werden, den sie seit der Neugestaltung der Strecke in den Jahren 2011/12 einnehmen.
Angekratzt und angepinkelt
Eines muss man den Granitblöcken lassen: Sie können einiges einstecken. In den nun acht Jahren ihres Daseins sind sie immer wieder touchiert, angerempelt, angekratzt und wohl auch manchmal angepinkelt worden. Die entsprechenden Spuren zeigen sich auf ihrem körnigen, schmucken Körper und auch auf den gelben Alu-Leuchtbändern, die ihnen nachträglich um die Taille gelegt worden sind. Die Poller sollen nämlich den Verkehr beruhigen, aber auch gut gesehen werden.
Letzteres scheinen sie nicht immer. Alleine im Juli sind gleich zwei von ihnen unsanft weggeschubst worden. Sie, die möglichen Fussgängern Schutz bieten sollen vor den heranrollenden Autos und Lastwagen, müssen immer wieder selbst ihren Kopf hinhalten – wenn sie denn einen hätten.

