Einbruchdiebstähle, Mietpreise oder Wasserqualität; das sind Kriterien mit denen Usters künftig mit 19 anderen Schweizer Städten verglichen werden könnte. Denn der Stadtrat will sich dem sogenannten «Cercle Indicateurs» anschliessen (siehe Box). Das ist ein nationales Netzwerk, das sich mit der Messung der nachhaltigen Entwicklung in den Kantonen und in den Städten befasst.
Auf diesen Weg wurde der Stadtrat durch ein Postulat aus dem Gemeinderat gebracht. Die Exekutive sollte mittels eines «Nachhaltigkeitsberichts» für die Stadt Uster darlegen, in welchen Bereichen die Stadt das grösste Potential zur Verbesserung von nachhaltigem Handeln hat. Der Bericht soll gemäss den Forderungen der Postulanten aufzeigen «wohin Uster gehen kann und welches der beste Weg dorthin ist».
Unzufriedener Gemeinderat
Federführend bei dem Anliegen war Gemeinderat Peter Müller (FDP). Mit dem nun vorliegenden Vorschlag des Stadtrates ist er unzufrieden. «Leider scheint der Stadtrat die Idee des Postulates nicht aufgenommen zu haben.» Der Bericht entspreche höchstens teilweise dem geforderten. «Er könnte aber, wenn man es wohlwollend sieht, als erster kleiner Schritt in die richtige Richtung aufgefasst werden.» Die Antwort darauf, wo sich die Stadt für die Nachhaltigkeit engagieren soll, sprich das Kernanliegen des Postulates, sei der Stadtrat damit trotzdem noch schuldig geblieben.

