Eigentlich wurde das Dübendorfer Ruftaxi eingeführt, um Quartiere zu erschliessen, in denen es keine Bushaltestelle gibt. Und wo sich ein von der Stadt finanzierter Ortsbus aufgrund der geringen Nachfrage und den hohen Betriebskosten nicht lohnt. Eine kostengünstige Alternative also.
Das war es, bis Gockhauser Sekschüler das Angebot für sich entdeckten und damit begannen, das Ruftaxi für ihren Weg nach Dübendorf in die Schule und zurück nach Hause zu nutzen. Damit konnten sie sich den mehrere hundert Meter langen Weg von und zur regulären Bushaltestelle an der Hauptstrasse im Ort sparen – sowie das lästige Umsteigen. Die Sonderfahrten fanden mehrheitlich in der Mittagzeit statt, in der die Strecke gemäss Fahrplan eigentlich gar nicht bedient wird.
Je mehr Fahrgäste, desto grösser das Auto
Das blieb nicht lange unentdeckt. Gemäss Andreas Sturzenegger (FDP), dem Präsidenten der Sekundarschulgemeinde Dübendorf-Schwerzenbach, begannen die Nutzungszahlen im September anzusteigen. «Erst waren es nur vereinzelte Fahrten, doch bald wurde das Ruftaxi regelmässig in Anspruch genommen.»
«Letztlich haben die Schüler nichts Illegales gemacht, sondern einfach ein bestehendes Angebot genutzt.»
Andreas Sturzenegger (FDP), Präsident Sekundarschule Dübendorf-Schwerzenbach

