Abo

Politik

SVP konnte Wahl nicht verhindern

Mit Flavia Sutter hat das Dübendorfer Parlament am Montag die erste grüne Gemeinderatspräsidentin gewählt. Die SVP kritisierte, die Politikerin sei wegen ihres «Bashings» von Exponenten im Sozialbereich nicht geeignet für das Amt. Das weckte Erinnerungen.

22 von 37 möglichen Stimmen hat Flavia Sutter (Grüne) an der Gemeinderatssitzung vom Montag erhalten – wahrlich kein Glanzresultat für eine Wahl ins Präsidium des Gemeinderats. Denn bei diesem jährlich wiederkehrenden Prozedere stellen die Fraktionen turnusgemäss ihre Kandidaten auf, die dann mehr oder weniger abgenickt werden. Sutters Vorgänger Reto Heeb (CVP) etwa wurde ein Jahr zuvor einstimmig als höchster Dübendorfer gewählt.

Der Grund für die mangelnde Unterstützung waren die Fraktionsmitglieder der SVP, die gemäss Ankündigung allesamt einen leeren Wahlzettel eingeworfen hatten. Gemeinderat Orlando Wyss kritisierte Sutter im Rat hart. Beim links-grünen «Bashing» von Exponenten im Sozialbereich sei sie stets an vorderster Front gewesen. «Das hat schliesslich dazu geführt, dass die Chefin der Sozialhilfe gekündigt hat», so Wyss.

«Unfaire Attacke»

Dass Sutter vor einigen Wochen in dieser Zeitung den Leiter der Abteilung Soziales als mitschuldig an den Problemen auf dem Sozialamt kritisierte, bezeichnete er als «unfaire Attacke», zumal sich Verwaltungsangestellte nicht wehren könnten. Sutter stellte sich damals auf den Standpunkt, der Leiter einer Verwaltungsabteilung müsse sehr wohl kritisierbar sein. Der Stadtrat war anderer Meinung, er rügte in der Folge die Aussagen Sutters in einem Schreiben.

Diesen Umstand führte Wyss am Montag ebenfalls ins Feld. Zwar hätten die Grünen einen Anspruch auf das Amt. Aber: «Wir als SVP können uns gemeinsame Auftritte des Stadtpräsidenten zusammen mit der gerügten höchsten Dübendorferin nicht vorstellen.» Sutter sei für dieses Amt schlichtweg «nicht geeignet».

Abo

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?