Nachdem der Bundesrat am Mittwoch die weiteren Lockerungen bekanntgab, war für die Schifffahrtgenossenschaft Greifensee (SGG) klar, dass die Fahrten frühestens ab Samstag, 6. Juni, losgehen könnten. Die SGG sticht jedoch erst einen Tag später mit ihren Rundfahrten auf See. SGG-Verwaltungsrat Benno Hüppi sagt: «Wir haben uns entschieden für den Neustart der Saison das Frühstücksschiff am Sonntag als Klassiker anzubieten und am Nachmittag die Rundfahrten.»
Was heisst das nun für die Schifffahrtsfreunde? Auf den Rundfahrten werden sie mehr Platz haben, denn gemäss Hüppi werden weniger als die Hälfte der üblichen Passagiere auf die Schiffe gelassen. Auf dem grössten, der «Stadt Uster», könnten beispielsweise maximal nur 30 Leute aufs Oberdeck, im geschlossenen Unterdeck könnten noch 50 Leute sitzen. Das Schiff wäre eigentlich für 200 Passagiere zugelassen.
Verzicht auf Buffet
Die Schiffe fahren zudem weniger häufig, weil das Angebot gemäss Hüppi «ausgedünnt» werde. «Statt täglich fahren wir nur noch mittwochs, samstags und sonntags. Vorerst gilt das bis zum 19. Juli.» Sowohl auf den kulinarischen Rundfahrten wie auch auf den herkömmlichen Rundfahrten werde es kein Buffet geben. «Die Gäste werden an der Theke oder direkt an den Tischen bedient», sagt Hüppi. Und auch der vor allem bei Kindern beliebte Besuch der Kapitänskabine sei wegen der Schutzbestimmungen derzeit nicht möglich.
Neben der Wiedereröffnung des Rundkurs-Fahrplans können Schiffe auch wieder für private Anlässe gemietet werden. «Schon während der Corona-Krise haben sich einige Personen vorsorglich ein Schiff für die Zeit nach dem Verbot reservieren lassen», sagt Hüppi.

