Während viele Mönchaltorfer am Mittwochmorgen in der Früh noch horizontal im Bett liegen, stehen die vielen grünen Spargeln auf dem Feld hinter dem Landi schon aufrecht. Abwechselnd aufrecht und gebückt schneiden Urs Fürst und Rita Kohli seit 5.30 Uhr die Spargeln auf dem rund ein Hektar grossen Feld. Ausgerüstet mit Gummistiefeln, Handschuhen, einem Einkaufskorb für die Spargeln sowie einem simplen Küchenmesser, ernten sie das Gemüse. Seit Anfang April wird das täglich gemacht – eine Knochenarbeit. Das sieht auch der Eigentümer des Feldes so: «Für die Arbeit braucht es einen starken Rücken», sagt Urs Fürst. Er habe auch schon Helfer gehabt, die nach einem Arbeitstag wegen der Rückenschmerzen genug hatten.
«Bei optimalen Bedingungen wachsen die Spargeln sieben bis acht Zentimeter – pro Tag.»
Urs Fürst, Landwirt
Landwirt Fürst beschäftigt nur Einheimische für die Spargelernte. Professionelle Erntehelfer aus Osteuropa zu engagieren, lohne sich für ihn nicht. Die Zahl der Spargeln, die an einem Erntetag spriessten, schwanke zu stark. «Würde ich professionelle Helfer aus dem Ausland holen, müsste ich sie auch für einen Tag mit wenig reifen Spargeln bezahlen», sagt der 46-Jährige. Dagegen könne er seine Helfer flexibel einsetzen. «Für den Familienbetrieb ist so das finanzielle Risiko kleiner.» Es seien hauptsächlich Pensionierte, die ihm auf Abruf bereitstehen.
Die Spargel wachsen sehen
Fürst bezahlt die Leute im Stundenlohn. Bis zu sechs Personen seien es an trockenen und warmen Tagen, wie heuer im April. Dann schiessen die Spargeln regelrecht aus dem Boden. «Bei optimalen Bedingungen wachsen die Spargeln sieben bis acht Zentimeter – pro Tag», sagt Fürst.

