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Coronavirus zwingt auch Dübifäscht in die Knie

Das Dübendorfer Dorffäscht findet dieses Jahr nicht statt, das OK hat den Anlass auf 2021 verschoben.

Die fliegenden Elefanten müssen dieses Jahr am Boden bleiben: Chilbibetrieb am Dorffäscht 2012, Nächtliche Impression vom Dorffäscht 2012., Die Vereine betreiben teilweise einen enormen Aufwand, nun können sie sich für die Vorbereitung ein Jahr mehr Zeit nehmen., Das OK des Dübendorfer Dorffäschts. Marcel Ingold ist der dritte von links.

PD

Coronavirus zwingt auch Dübifäscht in die Knie

Noch bevor der Bundesrat klare Aussagen zu den grossen Festen und Festivals in diesem Sommer gemacht hat, entschied das OK des Dübendorfer Dorffäschts am Dienstagabend: Der Anlass findet dieses Jahr nicht statt. Das Fest war für Anfang September geplant.

«Wir wollen ein Zeichen setzen, dass wir Verantwortung übernehmen», sagt OK-Präsident Marcel Ingold. Das Konzept eines Dorffestes sei nicht ausgelegt auf Social Distancing. «In den engen Festzelten wäre das unmöglich, und es wäre einfach nicht das gleiche.»

Unter Ausschluss der Risikogruppe

Der Entscheid hatte sich abgezeichnet. Denn bereits Anfang April bereitete das OK die teilnehmenden Vereine auf eine mögliche Absage vor. Die Verantwortlichen wurden gebeten, die Vorbereitungen auf ein Minimum zu beschränken und den Verkauf des Festpins bis auf weiteres zu stoppen.

Für die Absage spricht laut Ingold allein schon die Tatsache, dass Personen aus der Risikogruppe nicht oder nur beschränkt am Dorffäscht hätten mitmachen können – sei es als Helfer in den Vereinen oder als Besucher. «Dabei ist so ein Dorffest ja gerade für die Alteingesessenen ein Anlass, an dem man unbedingt teilnehmen muss.»

Mehr Aufwand, weniger Verdienst

Ein weiterer Punkt sei die Hygiene im Lebensmittelbereich. «Selbst wenn wir das Dorffäscht durchführen könnten, wäre der Mehraufwand bestimmt beträchtlich», so Ingold. «Und das wäre für die Vereine organisatorisch schwierig umzusetzen .» Aufgrund der frühzeitigen Absage hätten die Vereine nun Planungssicherheit.

«Wir freuen uns jedenfalls schon auf ein tolles Fest, an dem wirklich alle teilnehmen können.»

Marcel Ingold, OK-Präsident

Ebenfalls ungewiss ist gemäss Ingold, inwieweit eine Einreise der deutschen Gastkapellen aus Schongau und Bondorf oder der anderen Musiker, Bands und DJs überhaupt möglich wäre.

Bereits in Festlaune

«Weil wir das Fest auf das nächste Jahr verschieben, können wir die Planung einfach etwas verlangsamt weiterlaufen lassen», sagt Ingold. So gehe die bereits erledigte Arbeit nicht verloren. «Ich denke, das gleiche gilt auch für die Vereine.»

Ob das Dorffäscht wie geplant am 3. bis 5. September 2021 stattfinden wird, könne man natürlich nicht mit Bestimmtheit sagen, hält Ingold fest. «Wie sich die Situation mittel- und längerfristig entwickelt, weiss derzeit wohl niemand.» Aber das OK wolle mit der Verschiebung um ein Jahr auch Optimismus verbreiten. «Wir freuen uns jedenfalls schon auf ein tolles Fest in eineinhalb Jahren, an dem wirklich alle teilnehmen können.»

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