Noch bevor der Bundesrat klare Aussagen zu den grossen Festen und Festivals in diesem Sommer gemacht hat, entschied das OK des Dübendorfer Dorffäschts am Dienstagabend: Der Anlass findet dieses Jahr nicht statt. Das Fest war für Anfang September geplant.
«Wir wollen ein Zeichen setzen, dass wir Verantwortung übernehmen», sagt OK-Präsident Marcel Ingold. Das Konzept eines Dorffestes sei nicht ausgelegt auf Social Distancing. «In den engen Festzelten wäre das unmöglich, und es wäre einfach nicht das gleiche.»
Unter Ausschluss der Risikogruppe
Der Entscheid hatte sich abgezeichnet. Denn bereits Anfang April bereitete das OK die teilnehmenden Vereine auf eine mögliche Absage vor. Die Verantwortlichen wurden gebeten, die Vorbereitungen auf ein Minimum zu beschränken und den Verkauf des Festpins bis auf weiteres zu stoppen.
Für die Absage spricht laut Ingold allein schon die Tatsache, dass Personen aus der Risikogruppe nicht oder nur beschränkt am Dorffäscht hätten mitmachen können – sei es als Helfer in den Vereinen oder als Besucher. «Dabei ist so ein Dorffest ja gerade für die Alteingesessenen ein Anlass, an dem man unbedingt teilnehmen muss.»

