Haie sind wegen ihren Rasiermesserscharfen Zähne gefürchtet. Ganz zahnlos kommen aber die Ustermer Haie daher. In der Stadt muss der Fisch nämlich als Namensgeber für Mülleimer herhalten. So stehen überall in Uster die silbernen Abfalleimer aus Edelstahl, die eine Schweizer Firma unter dem Namen «Abfallhai» verkauft. Bis vor kurzem stand neben der Landihalle ein ganz besonderes Exemplar – der sogenannte «Solar-Presshai».
Der Solar-Kübel ist der Weisse Hai unter den Haien: Grösser und gefrässiger als die normalen «Haie» in der Stadt. Diese haben eine Kapazität von 70 bis 150 Liter – der «Solar-Presshai» schluckt 500 bis 700 Liter. Möglich wird die grosse Menge auch wegen der eingebauten Presse, die über das Solarmodul auf dem Deckel betrieben wird. Damit der «Hai» keinem den Arm zermalmt, schliesst sich vor dem Pressvorgang eine Schutzkappe.
Kiosk mit viel Abfall
In einer Testphase wollte die Stadt Uster wissen, ob sich das Produkt, wie von Hersteller angepriesen, bewährt, sagt Andreas Frei, Abteilungsleiter Bau.
«Die höhere Müllkapazität, im Vergleich mit einem gewöhnlichen Abfalleimer der Serie Hai, rechtfertigt den Preis.»
Andreas Frei, Abteilungsleiter Bau Stadt Uster

