Für den Ustermer Internetsender Radio 15 war es buchstäblich eine Rettung in letzter Sekunde. Monatelang suchte Senderchef Mathias «Betschi» Betschart nach einem neuen Standort für sein Studio, das er im Keller eines Wohnhauses eingerichtet hatte. Ende März war der Auszugstermin, da der Vermieter den Hobbyraum für sich selbst benötigte.
Noch Mitte Februar sah die Zukunft düster aus, doch nach einem Bericht im «Regio», das wie diese Zeitung im Verlag der Zürcher Oberland Medien AG erscheint, ging alles ganz schnell. «Es meldeten sich mehrere Personen, die mir einen Raum zur Verfügung stellen konnten», freut sich Betschart. Am Ende musste das Programm gerade mal für knapp fünf Minuten unterbrochen werden, und Radio 15 war am 1. April an seinem neuen Standort wieder online.
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Neu sendet Radio 15 aus der Lagerhalle eines Elektronikartikel-Anbieters an der Steigstrasse in Uster – mit ausreichend Parkplätzen und sanitären Anlagen, wie es sich Betschart gewünscht hatte.
Der Kontrast zu früher könnte kaum grösser sein. Betscharts ehemaliges Kellerstudio war nur wenige Quadratmeter gross, vollgestopft mit technischem Equipment, Barhockern, einem Bistrotisch. Die Wände waren behängt mit Fotos und Erinnerungsstücken. «Jetzt habe ich fünfmal mehr Platz», schwärmt der Ustermer, «und wenn ich Interviews mache, können wir uns nun sogar in die Augen schauen. Das war früher nur schwer möglich.»

