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Wegen Coronavirus bleibt die Mönchaltorfer Poststelle erhalten

Die Poststelle im Mönchhof sollte eigentlich geschlossen werden. Doch nun hat sich die Post umentschieden.

Die Post Mönchaltorf wird vorerst weiterbetrieben.

Archivfoto: Lea Chiapolini

Wegen Coronavirus bleibt die Mönchaltorfer Poststelle erhalten

Nach all den Schliessungen und Sperrungen gibt es für die Mönchaltorfer auch eine gute Nachricht zu verkünden. So wird die Postfiliale im Mönchhof vorerst weiterbetrieben. Ursprünglich liess die Post verlauten, dass die Mönchaltorfer wegen der verschobenen Eröffnung der Partnerfiliale im Denner, ihre Postgeschäfte in Uster machen müssten.

Davon ist das Unternehmen nun aber abgekommen. Markus Werner, Kommunikationsbeauftragter der Post sagt, dass dieselbe Mitarbeiterin den Standort im Mönchhof weiterführen werde. Die Post plane, die Räume zu einem späteren Zeitpunkt an die Gemeinde zu verkaufen. «Sobald die Filiale mit Partner im Denner eröffnet werden kann, wird die heutige Filiale aufgehoben», sagt Werner.

Ausserordentliche Situation

Als Grund für den Rückzug der Schliessung gibt er an: «Wir haben uns entschieden, die Mönchaltorfer Filiale bis auf weiteres trotzdem weiter zu betreiben. Dies, damit die Menschen in dieser ausserordentlichen Situation weiterhin einen direkten Zugang zur Post vor Ort haben.»

«Dass diese Risikogruppe nun in einen Bus steigen sollte, um die Postgeschäfte zu erledigen, fand ich fahrlässig.»

Eduard Meier, ehemaliger Gemeinderat Mönchaltorf

Keinen Einfluss auf den Entscheid habe die Intervention einiger Mönchaltorfer und des Gemeinderates gehabt, sagt Werner. Diese haben sich gegen die ersatzlose Schliessung ihrer Poststelle gewehrt und schriftlich sowie telefonisch beim Unternehmen protestiert.

«Fahrlässige» Entscheidung der Post

Einer der sich für den vorübergehenden Weiterbetrieb eingesetzt hat, ist der ehemalige Gemeinderat Eduard Meier. Einen Brief mit dieser Bitte habe er der Post geschickt. Denn gerade ältere Leute seien auf den Postschalter angewiesen, sagt Meier. «Dass diese Risikogruppe nun in einen Bus steigen sollte, um die Postgeschäfte zu erledigen, fand ich fahrlässig.»

Als er dann aber aus nostalgischen Gründen am 31. März einen letzten Stempel in sein Postbüchlein machen lassen wollte, habe ihn die Angestellte auf den Weiterbetrieb der Post aufmerksam gemacht, sagt der 75-Jährige. «Jetzt freue ich mich, dass die Post noch da ist. Obwohl in der künftigen Partnerfiliale das Angebot nur noch in reduziertem Umfang und nicht mehr durch posteigenes Personal angeboten wird.»

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