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Mit schlechtem Gewissen im Dorf Basketballspielen

Der Mönchaltorfer Gemeinderat hat mit der Sperrung öffentlicher Plätze wegen des Coronavirus bewusst ein Stück Dorfleben abgesägt. Ein Augenschein zeigt, dass sich die Bevölkerung mehrheitlich – aber nicht immer – ans Verbot hält.

Sind die öffentlichen Plätze gesperrt, wie hier vor der Schulanlage Rietwis, weichen die Kinder auf die Parkplätze aus., Vergangene Woche war der Parkplatz bei der Naturstation Silberweide noch gut besucht. Inzwischen ist der Parkplatz gesperrt, Immer noch beliebt ist der Seeplatz Aaspitz, der ...., ...ausser der gesperrten Grillstelle normal begehbar ist., Der Vorplatz des Mönchhofs ist eigentlich nur noch zum Überqueren gedacht. Kinder überqueren den Platz mit Trottinetts., Einsam hängt ein Kapuzenpulli auf dem gesperrten Skatepark. , Auf dem Schwerzi-Areal sind der Fussballplatz..., ...und die Fitnessgeräte mit Sperrband markiert.

David Marti

Mit schlechtem Gewissen im Dorf Basketballspielen

Etwa ein Dutzend Plätze und Anlagen sind in der Gemeinde Mönchaltorf mit einem Sperrband eingezäunt. Dazu ist ein Schreiben des Gemeinderates angebracht, in dem steht, dass die öffentlichen Plätze infolge des Coronavirus bis auf weiteres gesperrt bleiben. Gemeindepräsident Urs Graf (FDP) sagt, dass die Massnahme eingeführt wurde, weil sich beispielsweise beim Pavillon Silbergrueb grössere Gruppen versammelt hätten. Zudem sei es eine Empfehlung des Kantons öffentliche Anlagen und Plätze zu sperren.

Eine eigene Beobachtung hat Graf auf der Sportanlage Schwerzi gemacht. «Auf dem Skatepark haben sich am Wochenende vor der Sperrung mehrere Jugendliche aufgehalten. Auch sind Meldungen aus der Bevölkerung auf unserer Verwaltung eingegangen.»  

Basketball in verbotener Zone

Seit dem 24. März gilt das Verbot. Jüngst zeigte sich bei einem Augenschein, dass sich die Mönchaltorfer mehrheitlich an die neuen Regeln halten. Bei strahlendem Sonnenschein bleibt die Skateanlage auf der Sportanlage Schwerzi verwaist. Nur ein blauer Kapuzenpulli rebelliert und hängt an einem Geländer in der verbotenen Zone. Fitnessgeräte und der Fussballplatz auf dem Areal bleiben ungenutzt.

Überqueren Ja – verweilen Nein

Schwieriger ist die Situation bei der Aussenanlage des Gemeindezentrums Mönchhof. Dort ist das Absperrband mit Hinweisschreiben nur am Rand des Platzes zu sehen. Fröhlich fahren zwei Kinder auf dem Grundstück Trottinett. Gemeindepräsident Urs Graf sagt, dass die Überquerung des Platzes immer noch möglich sei, allein deshalb, weil sich dort die Bäckerei befinde. «Damit dort aber niemand verweilt, haben wir die Sitz- und Liegebänke weggenommen.»

Auch der Zugang zum Seeplatz Aaspitz bleibt weiterhin möglich. Ein Vater hat es sich mit seinem Sohn auf zwei Campingstühlen bequem gemacht und die beiden angeln vom Ufer aus. Spaziergänger laufen paarweise an den See und bewundern die Aussicht, eh sie sich wieder auf den Weg zurück machen. Abgesperrt ist einzig die öffentliche Grillstelle. Dies verstehen offenbar nicht alle, wie Graf schon von einem Bürger erfahren musste.

Ausflügler einen Riegel schieben

Graf ist zufrieden, wie die Bevölkerung mit der Situation umgeht. «Die Leute sind grundsätzlich sehr diszipliniert.» Im Gegensatz zu den zahlreichen Ausflüglern, die weiterhin in Scharen an den Greifensee strömen. Deshalb fällte der Gemeinderat Mönchaltorf zusammen mit den meisten Anstössergemeinden des Sees den Entscheid, die öffentlichen Parkplätze in Nähe des Sees zu sperren.

Logisch war für Graf auch die Schliessung der Gemeindeschalter. «Meist haben die älteren Menschen und damit die Risikogruppe die Gemeindeverwaltung aufgesucht. Das wollten wir vermeiden.» Die Schalterdienstleistung bleibe jedoch «uneingeschränkt» verfügbar und die Verwaltung sei telefonisch oder auch per Mail erreichbar.

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