«Eine Absage ist unumgänglich»
20‘000 Besucher, Dutzende Aussteller, Konzerte, Marktstände, mehrere Bars und Restaurants: Die Dübi-Mäss ist alle drei Jahre der gesellschaftliche Mittelpunkt Dübendorfs. Dieses Jahr hätte sie vom 23. bis 26. April auf den Sportanlagen Im Chreis stattfinden sollen. Doch am Montag entschieden die Organisatoren, den Anlass wegen des Coronavirus abzusagen.
Man habe zusammen mit den Verantwortlichen der Stadt eine Risikoabwägung vorgenommen, sagt Andy Halter, der Präsident des Organisationskomitees. «Dabei sind wir zum Schluss gekommen, dass eine Absage unumgänglich ist.» Dies nicht zuletzt aufgrund der Einschätzung des Bundesamts für Gesundheit (BAG), dass man sich aktuell erst am Anfang der Ansteckungswelle befinde.
Beträchtliche Einbussen
«Wir haben den Entscheid schweren Herzens getroffen, aber wir tragen die Verantwortung für die Sicherheit von Ausstellern und Besuchern», sagt Halter. Dass die Absage bereits sechs Wochen vor der Durchführung erfolgte, sei dabei keineswegs voreilig. Es sei vielmehr die letzte Möglichkeit gewesen, noch grösseren Schaden abzuwenden.
«Wie hoch der finanzielle Schaden ist, können wir noch nicht abschätzen.»
Andy Halter, OK-Präsident
«Wir wollten keine Situation wie am Genfer Autosalon, wo alles aufgestellt und bereit war, und dann musste die ganze Übung abgeblasen werden», sagt Halter, «denn das wäre eine Katastrophe.» Auch so seien die Einbussen beträchtlich. «Wie hoch der finanzielle Schaden ist, können wir noch nicht abschätzen.» Und auch nicht, wie man damit umgeht. Denn bisher war die Dübi-Mäss immer selbsttragend und kam etwa ohne Defizitgarantie der Stadt zurecht. «Klar aber ist, dass die vielen Arbeitsstunden, die wir ehrenamtlich in die Organisation der Messe investiert haben, umsonst waren.»
Verschieben nicht möglich
Alternativen zur Absage habe es keine gegeben, betont Halter. «Die Messe einfach in den Herbst zu verschieben, ist nicht möglich.» Schon jetzt habe man nur ein kleines Zeitfenster im Frühling zur Verfügung, weil das Eis in der Halle ansonsten das ganze Jahr über genutzt werde. Selbst für eine Durchführung im April 2021 könnte es gemäss Halter eng werden. «Die Vorlaufzeit für die Messe beträgt effektiv mehr als ein Jahr.»
Bis jetzt hätten alle Aussteller wie auch die übrigen Beteiligten Verständnis für die Absage gezeigt, sagt der OK-Präsident. Ausserdem hätten mehrere grosse Firmen schon im Vorfeld signalisiert, dass sie wegen des Coronavirus nicht an der Messe teilnehmen würden. «Aber natürlich kann man es nie allen recht machen», sagt Halter.
