In jüngster Zeit haben in der Stadt Uster zwei Wohnungsbrände für Schlagzeilen gesorgt. In der Haberweidstrasse kam ein Mann ums Leben. Im Koppach-Gebiet brannte ein Wohnhaus bis auf die Grundmauern ab. Bei beiden Bränden standen die Betroffenen auf der Strasse.
Die Familie aus dem Bauernhaus hat eine Notwohnung der Stadt Uster besichtigt und hätte diese beziehen können, sagt Armin Manser, Abteilungsleiter Soziales der Stadt. Doch die Familie habe in der Zwischenzeit eine befristete private Wohnmöglichkeit gefunden. «Das ist sehr erfreulich», sagt Manser. «Dass Betroffene in einer Notwohnung unterkommen, muss die letzte Möglichkeit sein.» Vorher werde mit den Personen geschaut, ob sie nicht bei Freunden oder Bekannten befristet Unterschlupf finden.
Notwohnungen kosten
Denn die Stadt stelle nur sehr begrenzt Notwohnungen zur Verfügung, sagt Manser. Insgesamt hat sie von privaten Anbietern sieben Wohnungen für diesen Zweck gemietet. Diese kämen theoretisch für eine Notsituation in Frage. «Praktisch haben wir aber nur ein bis zwei Wohnungen frei, damit die Kosten für Leerstände nicht zu hoch sind.» Die anderen Wohnungen sind meist für Notfälle befristet vermietet.

