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Noch zwei Häuser, dann ruhen die Bagger

Der Bau der letzten Etappe auf dem riesigen Zwickyareal in Dübendorf-West ist praktisch abgeschlossen. Doch noch wartet eine letzte knifflige Aufgabe auf die Arealentwickler.  

In die Siedlung Riedgarten werden die Mieter ab März einziehen; das alte Kosthaus (rechts) ist seit Jahren unbewohnt. , 215 Wohnungen und hunderte Quadratmeter Büro- und Gewerberäume: Die Siedlung Riedgarten treibt die Urbanisierung weiter voran., Das sogenannte Mittelhaus wurde 1852 erbaut; es diente einst als Unterkunft für junge Arbeiterinnen aus Italien. , Das Unterhaus soll sein äusseres Erscheinungsbild auch nach der Sanierung weitgehend behalten. , In den nächsten Monaten wird um die Häuser eine parkähnliche Grünfläche angelegt.

Thomas Bacher

Noch zwei Häuser, dann ruhen die Bagger

Acht Stockwerke, 215 Wohnungen, hunderte Quadratmeter Büro- und Gewerbefläche, 18‘000 Kubikmeter verbauter Beton: Die Siedlung Riedgarten ist das letzte Grossprojekt, das auf dem Areal der ehemaligen Seidenzwirnerei Zwicky im Nordwesten Dübendorfs realisiert wird. Derzeit laufen die letzten Arbeiten an den vier E-förmig angeordneten Gebäuden, der Bezug erfolgt gestaffelt von März bis Juni, freie Wohnungen gibt es nur noch wenige.  

Die Lage der Überbauung kann man durchaus als «kontrastreich» bezeichnen. Auf der einen Seite befinden sich die vierspurige Überlandstrasse, das S-Bahn-Viadukt und die Autobahnzufahrt. Auf der anderen Seite fliesst die grünbraune Glatt träge vor sich hin; das Gewässer kann man aus jeder Wohnung der Überbauung sehen, so das Versprechen der Arealentwickler.

«Den Uferbereich werden wir zusammen mit dem Kanton aufwerten», sagt Monica Zwicky, Delegierte des Verwaltungsrates der Zwicky & Co. AG. Eine treppenartige Verbauung soll den Menschen den Zugang zum Wasser ermöglichen. Es seien aber auch Zonen vorgesehen, die nicht zugänglich sind, damit die Tiere Rückzugsmöglichkeiten erhalten. Zwischen der Glatt und den Wohnbauten wird in den nächsten Monaten eine parkähnliche Grünfläche angelegt.

Vernagelte Türen

Einen Kontrast zum glänzenden Neubau bilden auch die beiden Kosthäuser in unmittelbarer Nachbarschaft. Die beiden Gebäude – eines davon diente einst als Unterkunft für junge Arbeiterinnen aus Italien – wurden 1852 beziehungsweise 1871 erbaut, sind seit mehreren Jahren unbewohnt und in einem schlechten Zustand: Fenster und Türen sind teilweise vernagelt, die Fassaden von Graffiti übersät.

Gemäss Monica Zwicky ist schon länger geplant, die beiden Gebäude zu sanieren. Das Vorhaben habe sich aber verzögert, weil etwa aufgrund der unmittelbaren Nähe zur Autobahn das Bundesamt für Strassen (Astra) involviert sei, ebenso wie die kantonale Denkmalpflege.

«Die Holzkonstruktion ist stark verfault.»

Monica Zwicky, Delegierte des Verwaltungsrates der Zwicky & Co. AG

Die beiden Arbeiterhäuser sollen dereinst zu Wohnungen umgebaut werden. Hierfür muss zumindest bei einem Gebäude das Fundament komplett erneuert werden. «Die Häuser stehen in einem ehemaligen Sumpfgebiet, daher ist die Holzkonstruktion stark verfault.»

Definitiv kein Urban Farming

Angedacht ist, eines der beiden Kosthäuser aufzustocken. «Der Aufbau wird sich, wie das von der Denkmalpflege gewünscht ist, stark vom historischen Rest des Gebäudes abheben, damit die Geschichte des Baus ablesbar ist», sagt Monica Zwicky. «Wenn alles nach Plan läuft, beginnen wir die Renovationsarbeiten im Herbst.»

Erst einmal nicht überbaut wird das an den Neubau angrenzende Grundstück südlich des S-Bahn-Viadukts. Hier wollte die Firma Urban Farmers Schweiz eine kombinierte Produktion von Fischen und Gemüse starten. Doch kurz bevor das Projekt Mitte 2018 hätte realisiert werden sollen, ging das Unternehmen Konkurs.

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