Acht Stockwerke, 215 Wohnungen, hunderte Quadratmeter Büro- und Gewerbefläche, 18‘000 Kubikmeter verbauter Beton: Die Siedlung Riedgarten ist das letzte Grossprojekt, das auf dem Areal der ehemaligen Seidenzwirnerei Zwicky im Nordwesten Dübendorfs realisiert wird. Derzeit laufen die letzten Arbeiten an den vier E-förmig angeordneten Gebäuden, der Bezug erfolgt gestaffelt von März bis Juni, freie Wohnungen gibt es nur noch wenige.
Die Lage der Überbauung kann man durchaus als «kontrastreich» bezeichnen. Auf der einen Seite befinden sich die vierspurige Überlandstrasse, das S-Bahn-Viadukt und die Autobahnzufahrt. Auf der anderen Seite fliesst die grünbraune Glatt träge vor sich hin; das Gewässer kann man aus jeder Wohnung der Überbauung sehen, so das Versprechen der Arealentwickler.
«Den Uferbereich werden wir zusammen mit dem Kanton aufwerten», sagt Monica Zwicky, Delegierte des Verwaltungsrates der Zwicky & Co. AG. Eine treppenartige Verbauung soll den Menschen den Zugang zum Wasser ermöglichen. Es seien aber auch Zonen vorgesehen, die nicht zugänglich sind, damit die Tiere Rückzugsmöglichkeiten erhalten. Zwischen der Glatt und den Wohnbauten wird in den nächsten Monaten eine parkähnliche Grünfläche angelegt.
Vernagelte Türen
Einen Kontrast zum glänzenden Neubau bilden auch die beiden Kosthäuser in unmittelbarer Nachbarschaft. Die beiden Gebäude – eines davon diente einst als Unterkunft für junge Arbeiterinnen aus Italien – wurden 1852 beziehungsweise 1871 erbaut, sind seit mehreren Jahren unbewohnt und in einem schlechten Zustand: Fenster und Türen sind teilweise vernagelt, die Fassaden von Graffiti übersät.

