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Jetzt kann die Hiag ihre Pläne in Wetzikon weiterspinnen

Seit 2012 liegen die Pläne für den Umbau der Spinnerei Floos in Wetzikon vor. Genehmigt wurden sie erst jetzt. Da das Projekt mittlerweile etwas angestaubt ist, arbeitet die Besitzerin Hiag an dessen Feinjustierung.

Die historischen Gebäude sollen auf ihre ursprüngliche Struktur zurückgeführt, saniert und für neue Nutzungen umgebaut werden.

Visualisierung: PD

Jetzt kann die Hiag ihre Pläne in Wetzikon weiterspinnen

Endlich kommt Bewegung in die Sache. Wie die Stadtplanung Wetzikon bekannt gibt, tritt diese Woche der Gestaltungsplan Spinnerei Floos in Kraft. Dies nach jahrelanger Prüfung. Erstmals lag der Plan 2012 auf dem Bauamt der Stadt Wetzikon auf. Mit der Genehmigung des Kantons rechnete die Arealentwicklerin Hiag, die Besitzerin des Fabrikareals, für den August 2013. Doch das war viel zu optimistisch.

Verantwortlich für die Verzögerung waren laut Hiag-Arealentwickler Thorsten Eberle unter anderem Personalwechsel beim kantonalen Amt für Raumentwicklung. «Jeder neue Gebietsleiter hat wieder neue Wünsche formuliert», sagt Eberle. «Wir sind froh, dass wir nun Rechtssicherheit haben.»

Verzicht auf Parkhaus

In den Grundzügen ist das Projekt allerdings das Gleiche geblieben.Die Hiag möchte das weitgehend unter Denkmalschutz stehende Fabrikensemble umnutzen. Die historischen Gebäude sollen auf ihre ursprüngliche Struktur zurückgeführt, saniert und für neue Nutzungen umgebaut werden. Frühere Schätzungen gingen von Investitionen in der Höhe von 10 bis 13 Millionen Franken aus.

Ein Schlüsselthema sind nach wie vor die Parkplätze. Das Fehlen von Parkflächen war mit ein Grund, weshalb die Hiag neben Gewerbe- und Büroflächen auch den Bau von Wohnraum prüft. Wohnungen benötigen weniger Parkplätze.

«Wir müssen die heutige Marktsituation analysieren.»

Thorsten Eberle, Arealentwickler Hiag

Die Pläne aus dem Jahr 2012 sahen ein bis zu 21 Meter hohes, zylindrisches Parkhaus vor. Es hätte gleichzeitig mit dem Autobahnanschluss Wetzikon West erstellt werden sollen. Davon ist man laut Eberle allerdings wieder abgekommen. Einerseits aus Kostengründen, andererseits, weil die Abhängigkeit zum Bau der Oberlandautobahn nicht abschätzbar sei.

Baubeginn noch unklar

Laut Eberle arbeitet die Hiag derzeit an der Feinjustierung der damaligen Pläne. «Es sind mehrere Jahre vergangen. Wir müssen die heutige Marktsituation analysieren und uns überlegen, ob die Mischung zwischen Wohnungen und Gewerbe noch marktkonform ist.»

Sobald diese Analyse abgeschlossen sei, werde die Hiag bei der Stadt ein Baugesuch einreichen. Einen Zeitpunkt für den Baubeginn will Eberle sicherheitshalber noch nicht nennen. «Wir wollen aber nicht noch einmal Jahre verstreichen lassen.»
 

Fabrik seit 16 Jahren stillgelegt
Das Fabrikensemble der ehemaligen Spinnerei Floos am Stadtrand Wetzikons gehört zu den bedeutendsten Industrieanlagen im Aatal. 2004 legte die Firma Streiff die Spinnerei still. Aktuell befinden sich auf dem 14‘800 Quadratmeter grossen Areal nur noch Lagerflächen und ein Sport Outlet im Erdgeschoss der Gebäude auf dem Hauptareal. (aku)

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