Im letzten Sommer konnte die Anlagestelle in Mönchaltorf nicht mehr von Schiffen angefahren werden. Grund dafür waren Ablagerungen des Aabachs, die sich auf dem Seeboden angehäuft hatten. Nun liess die Gemeinde Mönchaltorf diese entfernen. Kosten: rund 14‘500 Franken.
Zuständig für die Unterhaltsarbeiten entlang des Aabachs und damit mitverantwortlich für das Geschiebe, das sich im Flussdelta des Greifensee sammelt, ist das Awel, das kantonale Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft. Für Mediensprecherin Isabelle Rüegg sind die Ablagerungen aber auch gewollt: «Geschiebe – also Sedimente, die nahe der Sohle eines Fliessgewässers transportiert werden – erfüllt zahlreiche wichtige Funktionen.»
So diene es beispielsweise als Lebensraum für eine Vielfalt von aquatischen Lebewesen oder auch als Laichsubstrat für Fische. «In der Regel werden Geschiebeablagerungen deshalb nicht entfernt.» Zudem sei die Gemeinde für den Unterhalt des Stegs sowie des öffentlichen Gewässers in dessen Einflussbereich zuständig.
Finanzierung noch offen
Damit ist Harry Hungerbühler, Leiter Bau- und Liegenschaftenverwaltung von Mönchaltorf, nicht einverstanden. Nach seiner Ansicht ist der Kanton für den Unterhalt der Gewässer verantwortlich. Die Gemeinde habe lediglich im Sinn einer Vorfinanzierung die Arbeiten durchgeführt, damit der Schiffsverkehr wieder stattfinden kann, sagt Hungerbühler. «Für Mönchaltorf ist jetzt wichtig, dass die Schiffsverbindung wieder funktioniert.» Doch die Kostenfrage werde er noch mit dem Kanton klären.

