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848 Unterschriften für Gratis-Parkplätze

Der Widerstand gegen die gebührenpflichtigen Parkplätze bei den Dübendorfer Sport- und Freizeitanlagen hat ein neues Level erreicht. Am Mittwoch übergab ein überparteiliches Komitee einen Karton voller Unterschriften an Stadtpräsident André Ingold.

Gruppenfoto mit Unterschriften und Bahre (v.l.): Ernesto Scherrer, Rolf Byland, Stadtpräsident André Ingold (SVP)..., ... Erstunterzeichner Bruno Moor, Toni Keller und René Bosshard., Seit April kostenpflichtig: Die Parkplätze beim Fussballplatz Zelgli., Auch bei den Sportanlagen Im Chreis müssen Autofahrer Gebühren zahlen.

Archiv: Thomas Bacher

848 Unterschriften für Gratis-Parkplätze

Rund fünf Wochen hat es gedauert – und die 848 Unterschriften für die Initiative «sozialverträgliche Parkplatzverordnung in Dübendorf» waren gesammelt. Damit hat das Initiativkomitee, bestehend aus fünf politisch zumeist wenig kampferprobten Herren, fast dreimal so viele Unterschriften wie die erforderlichen 300 zusammen. Am Mittwochmorgen wurde der Karton mit den Bögen in einer launigen Runde an Stadtpräsident André Ingold (SVP) überreicht.

Mit der Initiative kämpft das überparteiliche Komitee gegen die gebührenpflichtigen Parkplätze der Dübendorfer Sport- und Freizeitanlagen und des Alters- und Spitexzentrums Im Wil. Die stadträtliche Massnahme wurde Anfang April 2019 eingeführt und steht seither in der Kritik. Die Gegner monieren, dass freiwillige Helfer und Juniorentrainer durch die Gebühren für ihren Einsatz finanziell bestraft würden.

«Eigentlich wollten wir, dass die Sache bis zum Beginn der Badisaison erledigt ist. »

René Bosshard, Mitglied des Initiativkomitees

«Auch beim Alterszentrum geht die Massnahme in die komplett falsche Richtung», sagte Erstunterzeichner Bruno Moor am Mittwoch vor dem Stadthaus. Moor bezeichnete die Unterschriftensammlung als «Erlebnis». Es sei «unglaublich» gewesen, so etwas zu erleben. «Wir haben sehr viel Unterstützung über alle Altersgrenzen hinweg bekommen, auch von Leuten, von denen ich das nicht erwartet hätte.» Will heissen: Nicht nur von passionierten Autofahrern. Lediglich zwei Personen hätten sich ihm gegenüber negativ über das Engagement geäussert.

Die Sache mit den Unterschriften

Die Unterschriften werden jetzt geprüft. Bis in spätestens sechs Monaten wird der Stadtrat entscheiden, ob er die Initiative unterstützt oder sie ablehnt, oder ob er einen Gegenvorschlag formuliert. Dann kommt das Geschäft in den Gemeinderat.

Die langen Fristen sorgten bei der Petitionsübergabe für Gelächter.  Komiteemitglied René Bosshard meinte: «Eigentlich wollten wir, dass die Sache bis zum Beginn der Badisaison erledigt ist. Aber jetzt dauert es wohl bis zur Eröffnung des Hallenbads.» Zur Erklärung: Das erwähnte Hallenbad existiert erst auf dem Papier; Anfang Februar hat der Gemeinderat einen Planungskredit bewilligt.

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