Am Ende entschieden 315 Stimmen über Sieg oder Niederlage: Die Dübendorferinnen und Dübendorfer genehmigten am Sonntag den Baukredit für ein Mehrzeckgebäude mit einem Ja-Stimmen-Anteil von 52,52 Prozent denkbar knapp. Nun wird neben dem Kulturzentrum Obere Mühle ein Saal für 300 Personen gebaut, dazu gibt es verschiedene Neben- und Lagerräume sowie eine Küche, Garderoben und sanitäre Anlagen.
Stadtpräsident André Ingold (SVP) freut sich über das Ja der Stimmberechtigten – «auch wenn ich mir natürlich eine deutlichere Zustimmung gewünscht hätte», wie er sagt. Das Resultat sei zu einem guten Teil das Verdienst der Vereine, die bis zuletzt mobilisiert hätten. Letztlich habe er aber nie die Zuversicht verloren, dass es klappe, so Ingold. «Ein Nein wäre eine Katastrophe gewesen.»
Verdrehte Fakten
Für Ingold ist das Ja «ein Bekenntnis zur Kultur in Dübendorf», nachdem in der Vergangenheit verschiedene, «vielleicht nicht immer ganz ideale» Projekte gescheitert seien. Es habe sich gezeigt, dass ein Bedürfnis vorhanden ist – entgegen der Behauptungen der Projektgegner. «Da wurden im Abstimmungskampf wiederholt Fakten verdreht.» Es sei zwar richtig, dass neun Vereine in der Projektgruppe mitgearbeitet hätten. Effektiv seien es aber nicht weniger als 45 Vereine gewesen, die Interesse an einem Mehrzweckgebäude gezeigt hätten.
«Das Quartier wird zusätzlich belastet, das wird die Praxis zeigen.»
Patrick Walder (SVP), Gemeinderat

