Der gelbe Pneukran hebt das 48-Tonnen-schwere Schiff scheinbar mühelos aus dem Greifensee. Beinahe waagrecht hängt am Mittwochmorgen die 26 Meter lange «David Herrliberger» in der Luft über dem Steg in Maur. Dann wird das zweitgrösste Gefährt der Schifffahrts-Genossenschaft Greifensee (SGG) vorsichtig auf eine Wiese gehievt. Dort bleibt es, solange die Unterhaltsarbeiten am Schiff dauern.
Die Vorbereitungen liefen allerdings nicht ganz so reibungslos. Wegen des Sturms Petra musste die Auswasserung um einen Tag verschoben werden. SGG-Verwaltungsratspräsident Allen Fuchs sagt: «Wir hätten die Schiffe gerne bereits gestern an Land gebracht, doch wegen des Sturmes war das zu gefährlich.» Die Grenze für diese Arbeit liege bei einer Windgeschwindigkeit von 20 Stundenkilometer.
Taucher im Einsatz
Die Folgen des Sturms erschweren auch am Mittwoch die Arbeit des Tauchers, der vor dem Anheben unter Wasser den Sitz der beiden Gurte am Schiffsrumpf überprüft. Pascal Kaufmann, Schiffskapitän auf dem Zürichsee und Hobbytaucher, sagt in Vollmontur: «Wegen des gestrigen Sturms und des Regens konnte ich heute nur ein bis zwei Meter weit sehen.»
Dass die «David Herrliberger» waagrecht mit dem Kran über den Maurmer Boden gehoben werden kann, wie an diesem Morgen, war vor fünf Jahren noch anders. Allen Fuchs erinnert sich: «Beim letzten Mal war das Schiff ein bisschen aus dem Gleichgewicht – das Heck war vor dem Bug aus dem Wasser.»

