Die Schweizer Stimmbürger entscheiden am 9. Februar über die Volksinitiative «Mehr bezahlbare Wohnungen», die das Angebot preisgünstiger Wohnungen erhöhen soll. Für das Oberland zeigen die neuesten Zahlen der Immobilienberaterfirma Wüest Partner, dass in den Städten der durchschnittliche Nettomietpreis für eine Vierzimmerwohnung mit 95 Quadratmetern zwischen 1500 Franken und 2000 Franken liegt. Nur Dübendorf liegt mit einer Monatsmiete von 2000 bis 2250 Franken darüber.
Die Initianten wollen, dass mindestens eine Quote von zehn Prozent der Neubauwohnungen gemeinnützig sein soll. Diese Quote soll vor allem in Städten wie Dübendorf erreicht werden. Die Befürworter erhoffen sich damit auch eine preisdämpfende Wirkung auf den Wohnungsmarkt.
Dagegen sollen bei der Umsetzung der Initiative kleine Dörfer wie beispielsweise Wildberg die zehn Prozent nicht zwingend erfüllen müssen. Natalie Imboden, Generalsekretärin des Mieterverbandes, sagt: «Kleine Gemeinden haben teilweise schon tiefe Wohnungsmieten. Der Zubau von gemeinnützigen Wohnungen hat dort Priorität wo der Bedarf gross ist.»
«Massiver Markteingriff»

