Uster hat einen neuen Stadtschreiber
In Uster geht es nach einem turbulenten Jahresende 2019 wieder aufwärts. Seit Montag hat Uster neben einem definitiven Steuerfuss auch wieder ein Budget. Und zwei Tage später konnte der Stadtrat eine weitere Pendenz von seiner Liste streichen: Die vakante Stelle des Stadtschreibers. Wie die Stadt am Mittwoch bekannt gab, wird Pascal Sidler neuer Stadtschreiber werden. Der 39-Jährige tritt die Nachfolge von Daniel Stein an, der per Ende 2019 zur Stadtpolizei Zürich wechselte
Winterthurer erfüllt das Profil
Sidler ist in Winterthur wohnhaft und arbeitet seit acht Jahren auf der Stadtverwaltung Bülach. Sechs davon als Stellvertretender Stadtschreiber. Seine neue Stelle in Uster tritt er per 1. August 2020 an.
Stadtpräsidentin Barbara Thalmann (SP) ist froh, dass die Schlüsselstelle in der Stadtverwaltung besetzt werden konnte. «Es war ein umfangreiches Bewerbungsverfahren», sagt sie. Dieses lief seit vergangenem Oktober. Den Bewerbungsprozess nahm die Stadt mit einer externen Beratungsfirma in Angriff (wir berichteten). Das Anforderungsprofil war zugeschnitten auf eine Person mit Hochschul- oder Fachhochschulabschluss, vorzugsweise in Jura, Wirtschaft oder Politik, die über «Führungserfahrung und Teamgeist» verfügen sollte.
Suche nach neuem Stadtschreiber läuft auf Hochtouren
08.01.2020

Vakanz in der Ustermer Verwaltung
Nach dem Abgang von Daniel Stein braucht Uster einen neuen Stadtschreiber. Beitrag in Merkliste speichern Ein Profil, dass der neue Ustermer Stadtschreiber offenbar mitbringt: Pascal Sidler hat, gemäss Mitteilung der Stadt Uster, ein Studium in Politikwissenschaften und Geschichte abgeschlossen. Zudem habe er Weiterbildungen in Betriebsökonomie und Kommunikation absolviert. Auch habe sie bei Sidler eine «grosse Motivation» für den Posten gespürt, so Thalmann.
«Lebendige Stadt»
Sidler selbst sagt, dass er zuletzt viel in Uster unterwegs gewesen sei. «Ich wollte die Stadt und die Menschen spüren», sagt er. Er habe Uster als eine lebendige Stadt wahrgenommen. «Hier ist viel in Bewegung», sagt Sidler und nennt als Beispiel die Pläne für das neue Kulturzentrum auf dem Zeughausareal. Auch Usters starkes Wachstum und die Stadtenwicklung, nennt Sidler als «spannende Herausforderungen».
«Die Stadt Uster ist ein extrem attraktiver Arbeitgeber, wenn man auf der Verwaltungsebene tätig ist.»
Pascal Sidler, zukünftiger Stadtschreiber von Uster
Bereits in Bülach betreute er Themen wie Stadtentwicklung, Nachhaltigkeit und Kultur. «Er führte diverse zentrale Projekte wie beispielsweise die Zentrale Stadtverwaltung», schreibt die Stadt Uster in der Mitteilung. Diese Erfahrungen haben dem 39-Jährige wohl auch im Bewerbungsverfahren geholfen. Kann er sie in Uster nun unter anderem in die Stadtplanung einbringen. «Die Aufgaben in Bülach waren zwar nicht identisch, aber von der Thematik her ähnlich», sagt auch Stadtpräsidentin Thalmann.
Die Traumstelle
Bis Sidler seine neue Stelle antreten kann, wird es aber noch eine Zeit dauern. In Bülach hat er eine sechsmonatige Kündigungsfrist. Heisst für die Stadt Uster, dass sie noch für ein weiteres halbes Jahr ohne Stadtschreiber auskommen muss. Gemäss Thalmann werden die anfallenden Arbeiten vorerst weiterhin verwaltungsintern vom stellvertretenden Stadtschreiber Jörg Schweiter übernommen.
Der künftige Stadtschreiber Pascal Sidler freut sich indes bereits auf seine kommende Tätigkeit. Die Entwicklung der drittgrössten Stadt im Kanton mitzugestalten und die um «einiges grössere» Stadtverwaltung als in Bülach führen zu können, erachtet er als Privileg. «Die Stadt Uster ist ein extrem attraktiver Arbeitgeber, wenn man auf der Verwaltungsebene tätig ist», sagt Sidler. «Für mich ist das eine Traumstelle.»