Wo bleibt der Schnee?
Schnee und Eis – in diesem Winter in der Region bislang kein Thema. Die Zeiten, in denen sich das Oberland als traumhaft verschneites Wunderland präsentiert, scheinen vorbei zu sein.
Im laufenden Winter hat es in den Niederungen noch nie eine richtige Schneedecke gegeben, nicht einmal richtig angezuckert präsentierten sich die Wiesen.
Schlechtwetterfront im Anmrasch
Für das kommende Wochenende indes schürten die Meteorologen vor einigen Tagen leise Hoffnung. Eine Kaltfront sei im Anflug, und mit ihr auch Winterluft, die zuerst Regen und dann auch Schnee im Gepäck habe. Doch nun krebsen sie zurück. Zwar kommt die Schlechtwetterfront am Freitagabend oder am Samstag, aber Schnee bringt sie mit.
Allerdings wohl nur für höhere Lagen. Und nachher sieht es so aus, als ob das Wetterbild so weitermacht, wie es bislang ausgesehen hat: Im besseren Fall mit Sonne und milden Temperaturen, mit Nebel und Hochnebel im schlechteren Fall.
Plötzlicher Wintereinbruch
Klar scheint aber, dass die Temperaturen etwas zurückgehen werden. Und die Hoffnung, dass der Winter seinem Namen doch noch gerecht wird, stirbt bekanntlich zuletzt.
Die letzte richtige Seegfrörni in der Region gab es vor acht Jahren. Damals hatte sich der Januar auch nicht gerade winterlich präsentiert. Dann, just auf den 1. Februar, war es, als ob Petrus einen Schalter umgelegt hätte – eisig kalte Sibirienluft strömte direkt aus dem russischen Norden in die Region und sorgte dafür, dass der Pfäffkersee trotz dem schon recht hohen Sonnenstand im Februar während mehreren Tagen eine so dicke Eisschicht trug, dass der See gefahrenlos begangen werden konnte.
