Nächstes Jahr feiert die Zürcher Kantonalbank ihr 150-jähriges Bestehen und zahlt den Gemeinden deshalb eine Sonderdividende aus – für Dübendorf sind das rund 850‘000 Franken. Doch was tun damit?
Anfang Dezember beantragte die Geschäfts- und Rechnungsprüfungskommission (GRPK) dem Dübendorfer Gemeinderat, einen Anteil von 100‘000 Franken für Natur- und Klimaschutzprojekte einzusetzen. GRPK-Präsident Patrick Schärli (CVP) sagte damals: «Damit kann ein Zeichen gesetzt werden, dass die öffentlichen Stimmen zum Thema Klimaschutz gehört werden.»
Bäumle und Walder für einmal einig
Finanzvorstand Martin Bäumle (GLP/GEU) war gar nicht begeistert von der Idee, und zwar, weil der gewählte Weg falsch sei, wie er sagte. «Man kann nicht einfach 100‘000 Franken ins Budget einstellen ohne Auftrag, was damit zu tun ist.»
Die SVP schloss sich der Kritik an. Dieses Vorgehen sei willkürlich und widerspreche jeglicher Logik, hielt Gemeinderat Patrick Walder fest. Vor allem aber verwies er auf das Minus im Voranschlag. «In einem solch schlechten Jahr dürfen wir das Budget nicht noch mehr verschlechtern.» Am Ende genehmigte das Parlament den Antrag der GRPK.

