Bezirk Hinwil

Bezirk Pfäffikon

Bezirk Uster

Tösstal

Themen

Specials

Services

ZO Portale

Abo

Politik

Dübendorf soll geschenktes Geld in Klimaprojekte investieren

Die Sonderdividende der ZKB soll nicht in der laufenden Rechnung versanden, findet eine Mehrheit des Dübendorfer Gemeinderats. Mit einer Motion fordern die Parlamentarier, 450‘000 Franken für das Klima auszugeben.

Die Zürcher Kantonalbank hat Geburtstag, und deshalb gibt es für die Gemeinden Geld.

Symbolfoto: Thomas Bacher

Dübendorf soll geschenktes Geld in Klimaprojekte investieren

Nächstes Jahr feiert die Zürcher Kantonalbank ihr 150-jähriges Bestehen und zahlt den Gemeinden deshalb eine Sonderdividende aus – für Dübendorf sind das rund 850‘000 Franken. Doch was tun damit?

Anfang Dezember beantragte die Geschäfts- und Rechnungsprüfungskommission (GRPK) dem Dübendorfer Gemeinderat, einen Anteil von 100‘000 Franken für Natur- und Klimaschutzprojekte einzusetzen. GRPK-Präsident Patrick Schärli (CVP) sagte damals: «Damit kann ein Zeichen gesetzt werden, dass die öffentlichen Stimmen zum Thema Klimaschutz gehört werden.»

Bäumle und Walder für einmal einig

Finanzvorstand Martin Bäumle (GLP/GEU) war gar nicht begeistert von der Idee, und zwar, weil der gewählte Weg falsch sei, wie er sagte. «Man kann nicht einfach 100‘000 Franken ins Budget einstellen ohne Auftrag, was damit zu tun ist.»

Die SVP schloss sich der Kritik an. Dieses Vorgehen sei willkürlich und widerspreche jeglicher Logik, hielt Gemeinderat Patrick Walder fest. Vor allem aber verwies er auf das Minus im Voranschlag. «In einem solch schlechten Jahr dürfen wir das Budget nicht noch mehr verschlechtern.» Am Ende genehmigte das Parlament den Antrag der GRPK.

Schlanke Umsetzung gefordert

Gemeinderätin Stefanie Huber (GLP/GEU) hatte noch während der Budgetdebatte eine Motion zum Thema angekündigt, und diese im Nachgang dann auch eingereicht – zusammen mit 21 Mitunterzeichnenden. Darin fordert sie den Stadtrat auf, für die Jahre 2020 bis 2022 ein Programm für die Verwendung eines Teils der Sonderdividende auszuarbeiten. Konkret geht es um 450‘000 Franken, also gut die Hälfte des gesamten Betrags.

«Ich freue mich auf bunte und spannende Projekte.»

Stefanie Huber (GLP/GEU), Motionärin

Die Projekte sollen den Charakter einer einmaligen Ausgabe haben, «schlank umsetzbar» sein und eine Reduktion von Treibhausgasen auf lokaler Ebene zum Ziel haben – oder dann der Anpassung an den Klimawandel dienen.

«Das tut Dübendorf gut»

Als Beispiele aufgelistet werden die Produktion von erneuerbarer Energie, Sanierungsmassnahmen bei öffentlichen Gebäuden ebenso wie Baumpflanzungen oder die Installation von Wasserflächen im öffentlichen Raum. Auch Massnahmen zur Förderung der Biodiversität seien denkbar, heisst es in der Begründung. Unterstützt werden könnten gemäss Motion sowohl Projekte in der Verwaltung wie auch private Initiativen.

Oder wie es Stefanie Huber an der Sitzung des Gemeinderats ausdrückte: «Ich freue mich auf bunte und spannende Projekte.» Und: «Das ist etwas, das Dübendorf gut tut.»

Abo

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?

Jetzt melden.

Kontakt

Inserieren

Abo

Services

Über uns