Im Juni hatte die Stadt Dübendorf kommuniziert, dass der städtische Wertstoffkalender nicht mehr automatisch an alle Haushalte verteilt werde – aus ökologischen wie auch ökonomischen Gründen. Wer den Kalender 2020 wolle, könne sich Ende Jahr eine digitale Ausgabe von der städtischen Website runterladen, hiess es. Einen physischen Kalender könne man bestellen oder an verschiedenen Stellen abholen.
Die Stadt durfte gar nicht
Trotzdem bekamen in den letzten Tagen alle Dübendorfer Haushalte ein Exemplar des Wertstoffkalenders frei Haus geliefert. Ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk der Stadt, damit auch ja niemand mehr eine Abfallsammlung verpasst?
Nicht ganz, oder zumindest kein freiwilliges. Denn die Stadt wäre effektiv gar nicht befugt gewesen, die Heimlieferung des Kalenders einzustellen. Diese ist nämlich in der Verordnung über die Abfallwirtschaft der Stadt Dübendorf festgehalten. Und ändern darf diese Verordnung nur die Legislative. Dies hatte Gemeinderat Daniel Burkhardt (SVP) bereits Ende September während der Fragestunde des Parlaments angemerkt.
«Vorauseilend gehandelt»

