Der Betzholzkreisel wurde Anfang der 1970er Jahre ausgebrütet. Mit dem rund 580 auf 400 Meter messenden Oval sollten ursprünglich vier Strassen miteinander verknüpft werden: die Oberlandautobahn aus Richtung Rüti und jene aus Wetzikon, die Forchstrasse sowie eine vierspurige Hochleistungsstrasse, die von Effretikon her nach Hinwil hätte führen sollen. Hätte, denn diese Strecke scheiterte am Widerstand der Gemeinden.
Der Platz im Ei
Die Eiform wurde vom Zürcher Regierungsrat damit begründet, dass der Landverschleiss so am geringsten sei. Anders als bei « Kleeblättern » sei das Innere zugänglich und könne genutzt werden. Statt das Innere landwirtschaftlich zu nutzen, packte die Exekutive aber die Chance, einen Werkhof und den Oberländer Stützpunkt der Polizei zu bauen.
Die ursprüngliche Idee war es, die Oberlandautobahn zwischen Uster und Hinwil quer durch die Drumlin- und Moorlandschaft zu führen. Dagegen erhob sich Widerstand von Naturschützern. Sie erhielten Unterstützung vom Bundesrat, der die Überprüfung der Linienführung verlangte.
Bis heute fehlt somit der Autobahnanschluss an den Kreisel von Wetzikon her. So endet das landwirtschaftlich genutzte Trassee der Oberlandautobahn durch den Kreisel vor einer Brücke, die vorsorglich gebaut wurde und nie benützt werden wird. Diese Brücke wie auch ein guter Teil des Kreisels werden für die Lückenschliessung, wie sie jetzt vorgesehen ist, nicht mehr benötigt.

