Sie haben im Juli beim Verein Oberlandstrasse betont, dass die Arbeiten für das generelle Projekt auch mit der Übergabe vom Kanton an den Bund «nahtlos» fortgesetzt werden. Ist dem noch immer so?
Carmen Walker Späh: Das kann ich absolut bestätigen. Die Lückenschliessung hat für den Kanton Zürich hohe Priorität. Meine Devise als Volkswirtschaftsdirektorin und Verkehrsministerin ist: Ich will lösen statt lamentieren. Das braucht Durchsetzungskraft, aber auch Hartnäckigkeit – und viel Einsatz. Wir können, wie wir uns das vorgenommen haben, dem Bund ein gutes und ausgereiftes Projekt übergeben.
Der Kanton Zürich hat sich zum Ziel gesetzt, das Projekt «pfannenfertig» zu übergeben. Ist es das?
Nun, ein so grosses Projekt ist eigentlich erst pfannenfertig, wenn es auch rechtskräftig bewilligt ist. Wir wollen ein bewilligungsfähiges und von der Bevölkerung breit akzeptiertes Projekt. Dazu muss es bautechnisch Bestand haben. Konkret heisst das, dass wir insgesamt 14 Module beziehungsweise Bestandteile eines Generellen Projektes zu erarbeiten hatten. Dies ist gelungen. Insbesondere konnten die für Kanton und Region bedeutsamen Fragestellungen in unserem Interesse geklärt werden. Dazu zählen die Lage und Art der Anschlüsse, die flankierenden Massnahmen sowie umweltrechtliche Fragestellungen zum Landschaftsschutz, zum Grundwasser oder zu Wildtierkorridoren.
«Die Verkehrslösung beinhaltet nicht nur eine Lösung für den Verkehr, sondern eben auch eine passende für die Bevölkerung.»
Regierungspräsidentin Carmen Walker Späh

