Auf Anfang des nächsten Jahres hin geht das Projekt für die Lückenschliessung bei der Oberlandautobahn vom Kanton Zürich an den Bund über. In den letzten 24 Monaten hat er die Projektierung in Eigenregie vorangetrieben – und dabei nicht nur Lösungen für die strittigsten Punkte gefunden, sondern gleich noch eine neue Variante ausgearbeitet, wie Regierungspräsidentin Carmen Walker Späh (FDP) im Interview mit «Züriost» bekannt gibt.
Mitte 2017 hatte der Kantonsrat eine neue Linienführung in den Richtplan eintragen lassen: Die Oberlandautobahn soll von Oberuster her ins Aatal geführt werden, dann in einem Tunnel verschwinden, um für den Anschluss Wetzikon wieder ans Tageslicht zu kommen. Von dort soll es grösstensteil in einem Tunnel weitergehen bis Ottikon, wo die Verbindung an die bestehende Forchautostrasse anknüpft.
Kanton nimmt Bedenken auf
Insbesondere die Gemeinde Gossau setzte sich dafür ein, dass die bei Grüt vorgesehene offene Streckenführung unter den Boden soll. Zudem plädierte sie dafür, dass der Anschluss bei Ottikon gestrichen oder wenigstens redimensioniert wird. Wie das nun ausgearbeitete Richtplanprojekt zeigt, hat der Kanton die Bedenken der Gemeinde weitestgehend berücksichtigt.
«Im Rahmen der nun abgeschlossenen Vorarbeiten hat ein Variantenstudium insbesondere unter Berücksichtigung der Bedürfnisse der Bevölkerung und der Umwelt und unter Einbezug des Amtes für Abfall, Wasser, Energie und Luft sowie des Amtes für Raumentwicklung eine deutliche Verbesserung ergeben», wie Projektleiter Arnd König betont. So soll es nördlich des Drumlins Prampel beim Grüt nur noch eine etwa 200 Meter lange, offene Strecke geben. Wegen des Grundwasserspiegels kann die Strasse dort nicht komplett unter den Boden verlegt werden. Ein kleiner Einschnitt, der möglichst schmal gehalten sein soll, ist hier erforderlich. Dafür gibt es seitliche Stützmauern und geringe Geländeaufschüttungen, wie der Projektleiter ausführt.

