Erika Wagner ist enttäuscht, wie die Stadt Uster den Fasnachtsverein Humoria behandelt. Ihr sind insbesondere die Gebühren, die der Verein neu an die Stadt bezahlen muss, ein Dorn im Auge. «Es ist einfach traurig, dass die Stadt einem Verein, der schon seit 1903 existiert, solche Gebühren auferlegt.» Wagner arbeitet als freiwillige Helferin für den Fasnachtsverein Humoria. Mit der Unterstützung der Helfer kann die örtliche Fasnacht, den Kindermaskenball oder den alle zwei Jahre stattfindenden Fasnachtsumzug organisiert werden. Dazu gehört auch der Klausumzug.
«Was ist denn auf dem Stadthausplatz am Sonntagabend bitte sonst los?»
Sandra Pauli, Präsidentin Humoria
Für diesen Anlass packten die Mitglieder und Helfer an die 1000 Klaussäcke, die dann auf dem Stadthausplatz an die wartenden Kinder verteilt wurden. Doch seit diesem Jahr muss der Verein für die Benutzung des Stadthausplatzes tief in die Taschen greifen. 150 Franken bezahlte Humoria für die kurze Zeit, die der Umzugstross am Sonntag auf dem Platz stand.
Viermal höhere Gebühren
Neben Helferin Erika Wagner ist auch Humoria-Präsidentin Sandra Pauli über die höheren Gebühren der Stadt Uster erschrocken. «Wir wurden vorab nicht über den Gebührenaufschlag informiert», sagt Pauli zum Schreiben der Stadtverwaltung. Dort ist unter anderem aufgeführt, dass der Verein für die Benützung des Stadthausplatzes am letzten Sonntag 150 Franken und für die Durchführung des Klausumzuges 60 Franken bezahlen muss. Im letzten Jahr hat die Stadt dem Verein beides noch gratis überlassen. Insgesamt bezahlte der Verein in diesem Jahr rund 640 Franken an die Stadt, 2018 waren es nur 140 Franken.

