Es war das letzte Geschäft an der Gemeindeversammlung in Maur, das besonders zu reden gab. Dabei konnten die 148 anwesenden Maurmer im Loorensaal über einen Kredit in der Höhe von 850‘000 Franken für den Einbau eines Mehrzweckraums und einer Garderobenanlage in der Mehrzweckhalle Looren entscheiden. Gemeindepräsident Roland Humm (SVP) sagte: «Die Garderoben sind teilweise überbelegt. Ausserdem fehlen in der Gemeinde öffentlich nutzbare Räume.»
«Ein Rückweisungsantrag kann nur erfolgen, wenn er einen klaren inhaltlichen Bezug auf das Geschäft hat.»
Roland Humm (SVP), Gemeindepräsident
Humm wies in seiner Rede wohlweislich daraufhin, dass das Projekt auch ein Resultat aus der Zusammenkunft im Juni von Gemeinderat, Architekt und der Nutzergruppe gewesen sei. Weil Humm wohl wusste, dass zwei Vereine an der Gemeindeversammlung ihren Widerstand gegen den Umbau erneut anmelden würden, nannte er die Vereine namentlich, die damals im Juni dabei gewesen waren. Das waren der TV Maur, der Unihockeyclub Pfannenstiel, die Frauen- und Männerriege und der FC Maur.
Das ewige Clubhaus
Gegen das Projekt meldete sich Kurt Schenker, Präsident der IG Sport Maur, zu Wort. Es sei ein «Verlegenheitsprojekt» für «gesunde» 850‘000 Franken. Der Turnverein und der FC Maur hätten andere Prioritäten, die dem Gemeinderat längst bekannt sein müssten. Damit sprach Schenker insbesondere das Clubhaus an, dass der FC schon seit langem von der Gemeinde fordert und als Variante des «Generationenprojekt Looren» an der Gemeindeversammlung vor drei Jahren scheiterte.

