Das einzige, das in der rund vierstündigen Budgetdebatte vom Montag nicht umstritten war, war der Steuerfuss der Stadt Dübendorf. Dieser wurde diskussionslos bei 81 Prozent belassen, womit der Gesamtsteuerfuss zusammen mit der Sekundarschulgemeinde Dübendorf-Schwerzenbach auch im kommenden Jahr 99 Prozent beträgt.
Der Voranschlag hingegen wurde kräftig durchgeknetet: Nicht weniger als 47 Änderungsanträge legten die Geschäfts- und Rechnungsprüfungskommission (GRPK) und die SVP vor. Und die meisten kamen dank einer mehr oder weniger gefestigten Mitte-rechts-Allianz durch, sodass sich Finanzvorstand Martin Bäumle (GLP/GEU) irgendwann schon als Don Quichotte im Kampf gegen Windmühlen sah.
Budget mit Sorgenkindern
Der Voranschlag, den Bäumle dem Gemeinderat vorlegte, sah bei einem Aufwand von 176,5 Millionen Franken ein Minus von 3,2 Millionen vor. Die Stadt sei finanziell nach wie vor gut aufgestellt, sagte er. Aber auch: «Das Budget und die Hochrechnung für das aktuelle Jahr sehen nicht rosig aus.»
Als «Sorgenkinder» bezeichnete Bäumle die Zusatzleistungen zur AHV/IV und die Pflegefinanzierung. Die deutlich gestiegenen Ausgaben in diesem Bereich seien eine direkte Folge der Aufstockung der Pflegeplätze im Alters- und Spitexzentrum. Erhöht hätten sich auch die Ausgaben der Primarschule, und das sowohl insgesamt als auch pro Schüler.

