Das Aatal soll zwischen Seegräben und der Wacht Sack in 40 Meter Höhe mit einer Hängebrücke für den Fussgänger- und Veloverkehr überspannt werden. Ein Lift soll von der Brücke hinunter zum Bahnhof führen. Ein spektakuläres Bauwerk. Nur – wie realitätsnah ist diese Vorstellung?
Trotz Seeanstoss, malerischer Landschaft und pittoreskem Dorfkern: Seegräben hat ein Problem mit seiner Lage. Denn zwischen Hauptort und der Aussenwacht Sack, in welcher ein nicht kleiner Teil der Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde leben, liegt der «Grosse Graben.» Anders als im gleichnamigen Asterix-Comic sind die Ortsteile nicht untereinander zerstritten. Im Gegenteil – in der Gemeinde gibt es ein lebhaftes Dorfleben. Gleichwohl ist das Aatal die trennende Komponente.
Ein langer Schulweg
Wer im Sack lebt, überlegt sich zweimal, ob er rasch nach Seegräben hinüber geht oder nicht. Ohne Auto ist der Weg beschwerlich: Zuerst geht es die steile Strasse hinunter und auf der anderen Talflanke ebenso steil wieder hoch. Jüngere Schulkinder benötigen für die Strecke gern eine Dreiviertelstunde oder noch länger – zum Mittagessen bleibt da nicht viel Zeit, bevor es zurück in die Schule geht.
Auch der Ausflugsverkehr an den See und zum Jucker-Hof ist für die Gemeinde, deren einziger ÖV-Anschluss die Bahnhaltestelle darstellt, eine grosse Belastung. Vorschläge, wie die Verkehrssituation entschärft oder gelöst werden kann, gibt es immer wieder. Mal sind diese mehr (Kleinbus), mal weniger realistisch (Luftseilbahn).

