An der Gemeindeversammlung bebilderte Finanzvorstand Bruno Schaerli (Aktion G) seine Präsentation mit dem Foto eines Bären. Was das Budgets 2020 mit dem Tier zu tun hat, erklärte er so: «Der Bär hat ein bisschen Fettreserven, wie die Gemeinde Greifensee auch. Doch irgendwann müssten sowohl Bär als auch Gemeinde wieder Reserven aufbauen oder eben «Cash generieren», sagte Schaerli im Landenberghaus.
«Über kurz oder lang – da führt kein Weg vorbei – müssen wir eine Steuererhöhung vornehmen.»
Bruno Schaerli (Aktion G), Finanzvorstand Greifensee
Zurzeit hat die Gemeinde noch Mittel, die in der Vergangenheit angespart wurden. Der Gemeinderat rechnet mit einem Nettovermögen von rund 8,3 Millionen Franken auf Ende 2019. Doch dieser «Speck» schwindet langsam. Im Voranschlag ist bei einem Aufwand von rund 27,3 Millionen Franken ein Minus von rund 1,4 Millionen Franken budgetiert. Dies bei einem Steuerfuss von 80 Prozent. Zusammen mit den 14 Prozent der Oberstufenschulgemeinde ergäbe das ein Total von 94 Prozent.
«Bauchweh»
Schärli nannte als ein Grund für das Minus etwa die negative Selbstfinanzierung, die fürs kommende Jahr mit 320'000 Franken veranschlagt ist. Das sorgt bei Bruno Schaerli für «Bauchweh» und «schlaflose Nächte».

