Reformierte sorgen sich um Pfarrpensum
Das Budget der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Seegräben gibt normalerweise keinen Anlass für grosse Ausführungen der Kirchenpflege. Am Montag allerdings war dies an der Versammlung der Kirchgemeinde anders. Umstritten ist nämlich das Pensum des Gemeindepfarrers. Zum dritten Mal innert weniger Jahre soll es reduziert werden, von heute 60 auf noch 50 Prozent. Die von Geldsorgen geplagte Landeskirche muss sparen. In Seegräben aber argumentierten die Kirchenpflegepräsidentin Madlaina Zweifel und der Finanzvorstand Stefan Burri, der das Budget erläuterte, dass die Arbeit des Pfarrers nicht kleiner werde. Ein Pensum von 60 Prozent sei nötig.
Kommunale Teilanstellung zur Überbrückung
Die Kirchenpflege hat deshalb bei der Landeskirche Rekurs gegen die Stellenzuteilung eingelegt. Noch liegt kein Entscheid vor. Da das Pensum aber bei 60 Prozent bleiben soll, wird nun im Budget mindestens für das erste Halbjahr 2020 eine direkte Teilanstellung durch die Kirchgemeinde im Umfang von 10 Prozent vorgesehen. Dafür sind 11’000 Franken eingestellt worden. Sollte die Kirchgemeinde bei der Rekurskommission unterliegen, will die Kirchenpflege an der Juni-Kirchgemeindeversammlung den Antrag auf eine dauerhafte kommunale Teilstelle für den Pfarrer stellen.
Nicht zuletzt wegen dieser Pensumfrage, aber auch wegen höherer Beiträge an die Zentralkasse der Landeskirche wird in Seegräben für 2020 mit einem kleinen Defizit von 27’000 Franken gerechnet. Die über 50 anwesenden Stimmberechtigten hiessen das Budget und den gleichbleibenden Steuerfuss von 12 Prozent gut.
Sanierung kostete weniger
Gar keinen Anlass für Diskussionen gab die Abrechnung für die Dach- und Fassadensanierung der Kirche. Vor einem Jahr hatte die Kirchgemeindeversammlungen dafür einen Kredit von 190’000 Franken bewilligt. Effektiv kostete sie nun gut 172’000 Franken.
