Die Mönchaltorfer hielten an der Gemeindeversammlung am Montagabend nichts von eisernem Sparen. Die gute Konjunktur mag ein Grund dafür gewesen sein, ein anderer könnte – auch unfreiwillig – Finanzvorstand Bernhard Kaderli (FDP) geliefert haben. Kaderli sagte vor den 214 Stimmberechtigten in der Turnhalle Rietwis, dass er seit seiner Amtsübernahme 2014 stets ein Budget mit roten Zahlen präsentiert habe. «Seit dann haben wir gestrichen, gespart und jeden Rappen umgedreht, um Franken zu sparen. Jetzt haben wir es geschafft», sagt Kaderli. Er stelle somit heute das Budget 2020 mit einer schwarzen Null vor.
Dass heuer die Bevölkerung des Sparens ein wenig Müde war, zeigte sich im Seilziehen um das Kostendach für die sogenannten Klassenassistenzen (siehe Box). Aber auch bei der Diskussion um die Einzelinitiative «Schutz der Artenvielfalt – rettet die Bienen», die an diesem Abend besonders zu reden gab.
Gegensteuer beim Artenschwund
Es war das letzte Geschäft des Abends. Gleich zwei Mönchaltorfer bezogen sich in ihren Voten zur Initiative der Grünen Salome Tschopp auf das Budget. Urs Volken sagte: «Bei einer Annahme der Initiative machen die Kosten dafür jährlich 0,26 Prozent des budgetierten Aufwands aus – das müsste zu verkraften sein.»

