Frau Duttweiler, Sie sind seit Anfang September Gemeindeschreiberin von Wangen-Brüttisellen, haben Sie sich gut eingelebt?
Heidi Duttweiler: Dank dem offenen und freundlichen Empfang der Mitarbeitenden und dem Gemeinderat habe ich mich sehr schnell eingelebt und fühle mich wohl.
Sie waren in Volketswil die Leiterin der Abteilung Soziales und Gesellschaft, wieso der Wechsel?
Ich habe mich gefragt: Will ich dort arbeiten, bis ich pensioniert bin oder soll ich nochmals etwas Neues anfangen? Es sollte auf jeden Fall etwas Langfristiges sein.
Um den letzten Abschnitt Ihres Berufslebens zu planen, haben Sie sich eine fünfmonatige Auszeit genommen. Haben Sie keine längere Reise unternommen?
Das eine oder andere Reisli habe ich schon gemacht. Das stand aber nicht im Vordergrund. Ich wollte bewusst eine Pause einlegen, um den Kopf frei zu haben für meine Entscheidung.
Am Ende haben Sie beschlossen, wieder in Ihren früheren Beruf als Gemeindeschreiberin zurückzukehren. Weshalb?
Es ist eine herausfordernde und vielseitige Arbeit, bei der man eine grosse Verantwortung hat. Bei meiner früheren Stelle in Kaiserstuhl und Fisibach kam dazu, dass die Kombination von Kleinstädtischem und Bäuerlichem sehr spannend war…
… also ähnlich wie in Wangen-Brüttisellen.
Genau. Im urbaneren, verkehrsreichen Brüttisellen haben die Leute natürlich nicht die gleichen Interessen wie im ländlichen Wangen.

