Wer im Oberland rauchend auf die S-Bahn wartet, muss die Raucherzone der Bahnhöfe aufsuchen. So wollen es der Verband öffentlicher Verkehr (VöV) und die SBB, die diese Forderung der Branche auf ihren Bahnhöfen umsetzen (siehe Box). Offiziell rauchfrei sind heute alle Oberländer Bahnhöfe, wo S-Bahnen halten.
Doch bei der Durchsetzung der qualmfreien Perrons sind die SBB zahm. So sagt Mediensprecher Oli Dischoe: «Reisende, die sich nicht an die Rauchfrei-Regelung halten, werden von SBB-Mitarbeitern höflich angesprochen.» Sie würden diese Leute in einem solchen Fall auf die signalisierten Raucherbereiche auf den Perrons und bei den Zugängen hinweisen. Wenn sich aber beispielsweise Raucher auf den Bahnhöfen im Zürcher Oberland wiederholt nicht an das Verbot halten, können sie von Transportpolizisten oder Securitrans-Mitarbeitern weggewiesen werden, sagt Oli Dischoe. Securitrans ist ein gemeinsames Tochterunternehmen von SBB und Securitas. Die Sicherheitsleute sind auch in den Oberländer Zügen öfters als Patrouille unterwegs.
Hausregel missachten
Bei den SBB ist das Rauchverbot in dieser Bahnhofsverordnung – eine Art Hausregel – festgeschrieben. In der Verordnung wird auch Trottinette fahren und auf den Boden spucken verboten. Das Problem: Solche Regeln werden gerne mal missachtet.

