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Junggebliebene Senioren posieren in Hittnau vor der Kamera

Für die Bebilderung des neuen Alterskonzeptes «Hittnau 60plus» wurden Seniorinnen und Senioren aufgerufen, sich als Darsteller zu melden. Vor Kurzem fanden die Fotoshootings statt – und machten den Senioren mächtig Spass.

Alle Fotomodelle sind vor dem Shooting für das Hittnauer Alterskonzept noch nie professionell vor einer Fotokamera gestanden. , Doch das Sujet – eine Jassrunde – macht es einfach, sich zu entspannen. , Ein dreiköpfiges Fotografenteam kümmert sich um das Setting. , Lisa Peyer und Rita Flöss-Hoitinga haben sichtlich Spass am Shooting., Nach den Aufnahmen im Luppmenpark geht es in der Villa Spörri weiter. , Dabei wird im Salon ein kleines Studio aufgestellt.

Foto Morgenegg

Junggebliebene Senioren posieren in Hittnau vor der Kamera

«Seit meiner Hochzeit habe ich nicht mehr vor der Kamera posiert», sagt Silvia Libiszewski-Rüegg und lacht. Sie ist eine von rund zehn Personen, die sich an diesem Tag vor der Linse von Renate Beniczky und dem restlichen Team des Fällander Fotofachgeschäftes Morgenegg präsentieren. In der Hittnauer Migros, in der Bäckerei Steiner, in einer Arztpraxis, im Luppmenpark und in der Villa Spörri entstehen Aufnahmen von Senioren, die das neue Alterskonzept «Hittnau 60plus», die dazugehörige Website und zukünftige Einladungen für Informationsanlässe bebildern sollen. 

«Das Alterskonzept ist ein Gerüst, das nun gefüllt werden will»

08.10.2019

Hittnauer Gemeinderat im Interview

Sozialvorstand Peter Wermelinger (SVP) war federführend in der Ausarbeitung des Alterskonzeptes « Beitrag in Merkliste speichern Silvia Libiszewski-Rüegg steht gerade gemeinsam mit ihrem Mann auf einer Wiese im Luppmenpark vor der Kamera. Eigentlich wollte er seine Frau, die auf einen Rollstuhl angewiesen ist, nur begleiten. «Nun hat es mich doch irgendwie verwütscht», sagt Alex Libiszewski Obwohl beide Hittnauer noch keine 60 Jahre alt sind, wollen sie mit ihrer Teilnahme am Fotoshooting «etwas Gutes» für die Gemeinde tun. Darum haben sie sich auf den Aufruf der Gemeinde, man suche Darsteller mit einem Bezug zu Hittnau, gemeldet.

Gemeinsam auf dem Bild

Etwas später sitzt Silvia Libiszewski-Rüegg mit Rita Flöss-Hoitinga und Pietr Hoitinga an einem kleinen Tisch in der Sonne, die Jasskarten fest in der Hand, das Lachen immer noch auf den Lippen. «Ist doch einfach lustig, so etwas mal zu erleben», sagt Rita Flöss-Hoitinga. Sie sei zwar schon über 70 Jahre alt, zähle sich aber ebenfalls noch nicht «zu den Alten». Darum habe sie sich auch noch nicht vertieft mit den Angeboten für ältere Menschen in Hittnau auseinander gesetzt. «In zehn Jahren dann vielleicht, momentan habe ich noch genug anderes zu tun.» 

«Es hiess, wir erhalten ein schönes Porträt von uns.»

Rita Flöss-Hoitinga

Ihr Mann Pietr Hoitinga hat sich in der Vergangenheit immer wieder für die Gemeinde eingesetzt und etwa bei der Bekämpfung von Neophyten mitgeholfen. Mittlerweile ist er aber auf einen Gehstock angewiesen und «nicht mehr so agil» wie früher. «Jetzt kann ich mit der Teilnahme am Fotoshooting etwas für die Gemeinschaft machen», freut er sich. Für das Ehepaar sei aber von Anfang an klar gewesen, dass sie nur gemeinsam auf die Bilder wollen. «Es hiess, wir erhalten ein schönes Porträt von uns», sagt Rita Flöss-Hoitinga freudig. 

Angetan von der Villa Spörri

Lisa Peyer hat die erste Fotorunde bereits hinter sich. In der Hittnauer Migros hat sie etwas früher am Morgen mit einem Einkaufskörbli posiert. Ein Model zu sein, sei aber niemals ein richtiger von ihr Traum gewesen. «Ich habe die Ausschreibung in der Zeitung gesehen und dachte mir, lässig, das probiere ich.» Sie wohne zwar nicht in Hittnau sondern in Grüningen, aber kenne die Gemeinde vom Velofahren. «Jetzt habe ich mich natürlich besser informiert, was hier so läuft», sagt sie. Vor allem die Aktivitäten in der Villa Spörri, wo sie am Nachmittag noch einmal vor der Kamera stehen wird, haben es der 69-Jährigen angetan. «Vielleicht komme ich nun noch öfter nach Hittnau.»

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