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Politik

Unterwetziker Bordell-Betriebe löschen bald die Lichter

Die Sex-Etablissements an der Alten Notariatsstrasse in Unterwetzikon dürften bald Geschichte sein. Der Eigentümer der Liegenschaften plant, im Rotlichtquartier bis zu 20 Eigentumswohnungen zu bauen.

Beim Gedanken an die Erotikstudios an der Alten Notariatsstrasse in Wetzikon sehen manche Anwohner rot. In der Nachbarschaft sorgten in der Vergangenheit nicht nur nächtlicher Radau, sondern auch grelle Leuchtreklamen an der Fassade für Ärger. In einer Petition forderten Anwohner 2008, dass deren Lichter ausgemacht werden. Ein langwieriger Rechtsstreit entbrannte. 2011 ging der damalige Bordellbetreiber dann auf die Forderungen ein. Später zog er gar in Erwägung, einen Teil des Gebäudes zu einer Asylunterkunft umzufunktionieren oder eine Sterbehilfsorganisation dort einzuquartieren.

Jetzt hat der Eigentümer der Liegenschaften Neues vor. An der Alten Notariatsstrasse will er bauen und sanieren. Wie Visualisierungen und Pläne auf der Webseite der Immobilienfirma Forleo zeigen, sollen dort zwischen 15 und 20 moderne Eigentumswohnungen entstehen.

Kinosaal wird abgerissen

Wie aus den Bauplänen zu entnehmen ist, geht es beim Bauprojekt zum einen um das Haus aus den 60er Jahren, das im Erdgeschoss bis 2016 das Kino Rio beherbergte. Zum anderen betrifft es das benachbarte Haus im Jugendstil, das gleich an der Bahnhofstrasse steht.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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