Dübendorf und die Verdichtung
Stefanie Huber (GLP/GEU) wirft in ihrer Interpellation «Stadtentwicklung Hochhäuserzone» die Frage auf, inwieweit der Stadtrat für eine gute Lebensqualität in der Dübendorfer Boomquartieren sorgen kann – und das auch längerfristig. Ausserdem will sie wissen, welche Möglichkeiten der Stadtrat hat, falls etwa die grossflächigen Glasfassaden störende Reflektionen verursachten oder mit der Zeit ökologische Probleme auftauchten.
In seiner Antwort gibt der Stadtrat Einblick in die komplexe Planungsarbeit, zeigt aber auch die Grenzen der Einflussnahme auf. So gebe es etwa keine gesetzliche Grundlage, auf der die Aufrechterhaltung der Qualität von Liegenschaften nach dem Bau eingefordert werden könne.
«In Dübendorf wollen die Leute bauen»
Stefanie Huber (GLP/GEU), Gemeinderätin
Als Reaktion darauf forderte Huber den Stadtrat am Montag auf, seine Interessen geltend zu machen: «In Dübendorf wollen die Leute bauen», sagte sie, «nutzen wir das, um für unsere Bevölkerung möglichst viel herauszuholen.» Die anstehende Revision der Bau- und Zonenordnung sei hierfür «der grösste Hebel».
«Verfehlte Einwanderungspolitik»
SVP-Gemeinderat Patrick Walder wandte ein, dass Herausforderungen wie das verdichtete Bauen und der steigende Schulraumbedarf durch die «massiv verfehlte Einwanderungspolitik» der eidgenössischen Räte vorangetrieben würden. «So sind in den letzten 13 Jahren eine Million Personen zusätzlich in unser kleines Land eingereist» – mit den entsprechenden Folgen.
Und Ivo Hasler (SP) wies darauf hin, dass auch die Quartiere mit alter Bausubstanz nicht vergessen werden dürften, «damit auch da ein kontrollierter Wandel stattfinden kann». Gleichzeitig forderte er den Stadtrat auf, Grundstücke zu erwerben, wo immer das möglich sei.
Schnider tritt zurück
Am Montag war die letzte Sitzung von SP-Gemeinderat Patrick Schnider, der aus beruflichen Gründen zurücktritt. Der 29-Jährige sass seit 2010 im Dübendorfer Parlament und war 2014/15 Präsident des Gemeinderats.
