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Ausschreitungen, fliegende Rotarier und die kurze Badisaison

An der Sitzung des Gemeinderats deponierten die Dübendorfer Parlamentarier ihre Sorgen und Nöte.

Die Randalierer hinterliessen eine Spur der Verwüstung. Vor dem Jugendhaus wurde ein Container angezündet.

Stefan Reinhart

Ausschreitungen, fliegende Rotarier und die kurze Badisaison

Die Ausschreitungen vom ersten September-Wochenende waren am Montag auch Thema in der Fragestunde des Gemeinderats. Auf Anfrage von Angelika Murer Mikolasek (GLP/GEU) erklärte Sicherheitsvorstand Hanspeter Schmid (BDP), dass kurzfristig die Polizeipräsenz am Bahnhof erhöht worden sei, langfristige Massnahmen würden überprüft. Gleichzeitig hielt Schmid fest, dass Gewalt und Vandalismus kein Dübendorf-spezifisches Problem sei.

Ein Dauerthema in den Dübendorfer Fragestunden ist der Verkehr, ein Evergreen die Sonnenbergstrasse. Paul Steiner (SVP) kritisierte die neusten, «sogenannt verkehrsberuhigenden» Massnahmen. Stadtrat Schmid entgegnete, es sei umgesetzt worden, was man als sicher empfinde. Und sagte dann zu Steiner: «Komm zu mir, wenn du eine bessere Idee hast, dann reden wir darüber.»

«Kein Handlungsbedarf»

Weniger gross ist der Handlungsspielraum der Stadt im Fall der Unterführung Überland-/Ringstrasse. Julian Croci (Grüne) hatte Markierungen und Spiegel für eine bessere Übersicht angeregt. Schmid musste ihn enttäuschen. Die Stadt habe den Kanton auf die Probleme hingewiesen, worauf dieser die Beleuchtung verbessert habe. «Weiteren Handlungsbedarf sieht der Kanton nicht.»  

«Das Personal wird in der Eishalle gebraucht.»

Susanne Hänni (GLP/GEU), Bildungsvorsteherin

Weiter erfuhren die Anwesenden, dass das Alters- und Spitexzentrum Dübendorf nun «ImWil Alters- & Spitexzentrum» heisst und die Kosten für die Umbenennung noch nicht bekannt sind, dass der Stadtrat auch nicht begeistert war über die sonntäglichen Privatflüge der «Fliegenden Rotarier» Anfang September, und dass der Abfallkalender inklusive Entsorgungsberechtigungskarte entgegen früherer Aussagen nun doch in physischer Form an die Haushalte verteilt wird – und zwar, weil das in der Verordnung über die Abfallwirtschaft so festgehalten ist.

Feuchte Wiese, kaltes Wasser

Zuletzt wollte André Csillaghy (SP) wissen, ob es nicht möglich sei, die Badisaison zu verlängern. Bildungsvorsteherin Susanne Hänni (GLP/GEU) erteilte ihm eine Absage. Die Wiese sei feucht, der Boden teilweise matschig, und die Wassertemperatur steige trotz Solaranlage nicht über 18 Grad. «Zudem wird das Personal in der Eishalle gebraucht.» Und dann sind da noch die Kosten: Hänni rechnete vor, dass jede zusätzliche Badi-Woche mit 13‘000 Franken zu Buche schlage – allein für das Personal.

An der Sitzung des Dübendorfer Gemeinderats vom Montag wurden folgende Geschäfte behandelt:

Die Interpellation «Stadtentwicklung Hochhäuserzone» von Stefanie Huber (GLP/GEU) und drei Mitunterzeichnenden wurde abschliessend behandelt.

Ebenfalls erledigt ist die Interpellation «Mitnahme-Verbot Hauptsammelstelle» von Julian Croci (Grüne) und neun Mitunterzeichnenden.

Fünf Bürgerrechtsgesuche wurden gutgeheissen. Zwei davon nur knapp, weil eine Minderheit der Bürgerrechtskommission Bedenken hatte bezüglich der Sprachkenntnisse sowie der Verbundenheit mit der Schweiz respektive den hiesigen Lebensverhältnissen.

Im Rahmen der Fragestunde beantwortete der Stadtrat zwölf Fragen aus dem Gemeinderat.

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