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Das ist der neue Chef des Dübendorfer Alterszentrums

Nach dem geräuschvollen Abgang des früheren Direktors hat nun Michael Oldani die Leitung des Dübendorfer Alters- und Spitexzentrums übernommen. Der 51-Jährige sprüht vor Tatendrang.

Michael Oldani ist der neue Direktor des Dübendorfer Alters- und Spitexzentrums., Der neue Leiter hat schon zehn Jahre Erfahrung in leitender Position der Alterbetreuung.

Seraina Boner

Das ist der neue Chef des Dübendorfer Alterszentrums

Herr Oldani, Sie arbeiten seit bald zehn Jahren in leitender Funktion im Bereich Altersbetreuung. Was mögen Sie an alten Menschen?
Michael Oldani: An ‹alten› Menschen schätze ich sehr, dass diese eine grosse Lebenserfahrung haben und in der Regel auch genau wissen, was sie wollen und was nicht. Ich arbeitete schon immer sehr gerne mit Menschen für Menschen, deshalb war ich auch stets im Dienstleistungsbereich tätig.

In den letzten viereinhalb Jahren haben Sie als Gebietsleiter und Geschäftsführer innerhalb der Tertianum-Gruppe wiederholt ihre Gebietszuständigkeit gewechselt. Wurden Sie da als Troubleshooter eingesetzt oder halten Sie es nirgends lange aus?
Die wiederholten Wechsel – oder präziser, die wiederholten Wechsel der Verantwortlichkeiten – waren bedingt durch das grosse Wachstum der Tertianum-Gruppe in dieser Zeit. Bis wir die optimale Organisation hatten, wurde die Gruppe bis Ende 2017 drei Mal reorganisiert.

«Von den Bewohnenden bin ich sehr herzlich aufgenommen worden.»

Ihr Vorgänger hat kurz vor seiner Pensionierung gekündigt und an seiner politischen Vorgesetzten kein gutes Haar gelassen. In welchem Zustand haben Sie das ASZD, also das Alters- und Spitexzentrum Dübendorf vorgefunden? Mussten Sie Versäumnisse aufarbeiten?
‹Versäumnisse›, wie Sie sagen, habe ich nicht angetroffen. Ich habe einen sehr gut organisierten Betrieb übernehmen dürfen und habe zuvorkommende, motivierte Mitarbeitende angetroffen. Auch von den Bewohnenden bin ich sehr herzlich empfangen worden.

Die Arbeiten am Neu- und Umbau des Alters- und Spitexzentrums sind praktisch abgeschlossen. Sie setzen sich jetzt also quasi ins gemachte Nest. Ist Ihnen das nicht zu langweilig?
Langweilig wird es mir bestimmt nicht. Das ASZD wird sich auch nach dem Abschluss des Ergänzungsbaus weiterentwickeln. Wir wollen uns noch mehr mit unserem ganzen Umfeld vernetzen. Und wir sind daran, mit der Sozialbehörde Vorschläge auszuarbeiten für eine geschützte gerontopsychiatrische Pflegeabteilung, also eine spezialisierte Abteilung für alterspsychiatrische Erkrankungen mit Demenzgarten. Aber für mich ist es nun wichtig, den Betrieb und die Abläufe kennen zu lernen – ich habe ja erst gerade im ASZD zu arbeiten begonnen.

Tut Dübendorf nicht genug für Menschen mit Demenz?
Wir haben zwar ein Demenz-Angebot mit neun Pflegeplätzen und einem schönem Demenzgarten in der Pflegewohngruppe Chürzi. Auch in unserer Tages- und Nachtklink bieten wir zehn Plätze an, welche vor allem von an Demenz erkrankten Personen genutzt werden. Aber die Nachfrage übersteigt das Angebot, denn in Dübendorf und der Region gibt es zu wenige solche Pflegeplätze.

«Danke der Nachfrage… ich habe genügend Freizeit für Familie, Freunde und Sport.»

Bei der Planung für den Neu- und Umbau des ASZD gab es Kritik, dass der Fokus auf ein zentrales Heim am Stadtrand ohne Einkaufsmöglichkeiten veraltet sei. Was ist Ihre Meinung dazu?
Das ASZD hat einen guten Standort. Die Bewohnerinnen und Bewohner geniessen die schöne Aussicht ins Grüne sowie die Spaziergänge oder das gemütliche Beisammensitzen in den verschiedenen Aussenbereichen. Eine ideale Ergänzung dazu bieten die neun Alterswohnungen im Zentrum sowie vier Pflegewohngruppen in verschiedenen Quartieren. Vor dem ASZD halten zwei Buslinien, zudem organisieren wir auch wöchentliche Fahrten zum Einkauf respektive ins Zentrum. Zusammenfassend meine ich, dass unsere heutige Angebotspalette gut ist, trotzdem müssen wir laufend überprüfen, welche Bedürfnisse sich ändern und wie wir unsere Angebote darauf ausrichten.

Sie sind Mitglied und Stammvater von zahlreichen Organisationen und Vereinigungen. Wie viele Stunden Freizeit bleiben Ihnen pro Woche?
Danke der Nachfrage… ich habe genügend Freizeit für Familie, Freunde und Sport. Mir ist eine gute Vernetzung mit Menschen mit gleichen Interessen wichtig. Deshalb engagiere ich mich gerne in ausgewählten Organisationen und Vereinigungen, etwa dem Lions Club Greifensee. Sehr gerne engagiere ich mich für Mitmenschen, welche es nicht so gut im Leben haben oder Unterstützung benötigen, diese sie sonst, aus welchen Gründen auch immer, nicht bekommen.

(Das Interview wurde auf Wunsch von Michael Oldani schriftlich geführt)

Zur Person
Michael Oldani ist 51 Jahre alt, verheiratet und wohnt in Meilen. Seine berufliche Karriere begann er mit einer KV-Lehre und der Hotelfachschule. Er hat einen Master in Advanced Studies ZFH in Facility Management und schloss die Höhere Fach- und Führungsschule als Spitalexperte mit eidgenössischem Diplom ab. Oldani war Area Manager bei der in Dübendorf ansässigen SV Group AG, war in leitender Funktionen in der Privatklinik Bethanien tätig und wechselte schliesslich in die Tertianum-Gruppe, wo er als Gebietsleiter und Geschäftsführer mit verschiedenen Verantwortlichkeiten arbeitete. Als Ausgleich geht er Joggen, Rennvelo fahren, Wandern, Schneeschuhlaufen und Skifahren. In seiner Freizeit kocht er und geniesst gutes Essen und guten Wein mit Familie und Freunden. 

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