Das Wichtigste in Kürze
- Die Video Gang hat vor 23 Jahren eine Pionierrolle im Jugendfernsehen übernommen
- Mehrere TV-Grössen haben in der Sendung ihre ersten Gehversuche vor der Kamera gemacht
- Jetzt fehlt der Video Gang der Nachwuchs
Das ist die aktuelle Sendung der Video Gang: Ein Bericht über den Fussballclub Russikon respektive dessen Suche nach Helfern, kämpferische fünf Minuten über Plastikabfälle und den Klimawandel, und zum Abrunden ein Song des Zürcher Herzensbrechers Naeman. Konzipiert und produziert sind die Beiträge von Jugendlichen. Denn die Video Gang ist die Fernsehschule von Content Makers, einem von Lernenden und Praktikanten geführten Lehrbetrieb in Brüttisellen. Hier lernen angehende Mediamatikerinnen, Interactive Media Designer und Kaufleute.
Sendeplatz zu teuer
Die Video Gang hat ihren Anfang 1994 in einem Zürcher Ferienlager im Wallis, genauer in einem Videokurs. 1996 wurde die erste Sendung ausgestrahlt, und zwar auf dem damals noch jungen Tele Züri von Roger Schawinski. In den Folgejahren bekam die Video Gang Sendeplätze auf Tele24, 3+ und 4+, Tele Top oder Züri Plus – und verlor die meisten irgendwann wieder. Dies wegen Umstrukturierungen im nicht wirklich rentablen Schweizer Privatfernsehmarkt, oder weil die jungen Fernsehmacher plötzlich für ihr Sendefenster hätten bezahlen sollen, was sie nicht konnten.

