Das Wichtigste in Kürze
- Der Stadtrat ist mit der Gestaltung der Aussenräume im «Kern Uster» unzufrieden
- Fehlende und unklare Vorgaben im Gestaltungsplan seien am Misslingen schuld
- Die Grundeigentümerin habe diese Freiheiten rigoros ausgenutzt
Im Norden nichts Schönes – im Süden nur Verkehr. Lapidar zusammengefasst ist das die Antwort des Stadtrates zur Interpellation von Balthasar Thalmann zur Aussenraumgestaltung in Uster. Der SP-Gemeinderat fokussierte darin insbesondere auf die Ustermer Prestige-Objekte «Kern Nord» und «Kern Süd» (siehe Box). Er findet den Aussenraum der Gebäude «völlig misslungen» (wir berichteten https://zueriost.ch/news/2019-04-27/stadtraumplanung-uster-in-frage-gestellt)
«Der seit einem Jahr zusammengesetzte Stadtrat will künftig keine solchen Ergebnisse mehr haben.»
Balthasar Thalmann (SP), Gemeinderat Uster
Auch der Stadtrat ist mit dem Ergebnis gar nicht zufrieden. So antwortet er auf Thalmanns Interpellation, dass wichtige Gestaltungsideen der Architekten gescheitert seien. Als Beispiel nennt der Stadtrat die begrünte Fassade des Hochhauses «Kern Nord», die nicht umgesetzt wurde. Weiter mangle es «ganz unverkennbar» an Aufenthaltsqualität im Raum zwischen den Gebäuden. «Die ursprünglich darin erhoffte, belebte Stimmung ist einer eher tristen und schwach frequentierten Hinterhofsituation gewichen.»

