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Politik

Das Zwicky-Areal fordert Bewohner und Genossenschaften heraus

Auf einem Rundgang konnten am Donnerstagabend Interessierte mehr über das Zwicky-Areal und die dort tonangebende Genossenschaft Kraftwerk1 erfahren. Dabei waren Freud und Leid der Anwohner sowie die Herausforderungen des Standorts das zentrale Thema.

«Das Zwicky-Areal ist ein sehr irrer Ort, den man nicht mit Wohnen verbinden würde», sagt Architekt und Areal-Bewohner Ivo Hasler. Er ist einer von sechs Anwohnerinnen und Anwohnern des Quartiers zwischen Wallisellen und Dübendorf, die einer Gruppe von rund 20 Interessierten an diesem Spätsommerabend einen Einblick in das Leben auf dem Zwicky-Areal geben. Tatsächlich: Zwischen Überlandstrasse, Bahnviadukt und Tramschienen gelegen wirkt die Ansammlung von Betongebäuden nicht gerade einladend. Bis in die 90er Jahre sei dies ein «Un-Ort» gewesen, dazu konzipiert, mit dem Auto durchfahren zu werden. Seit ein paar Jahren stehen hier anstelle der ehemaligen Spinnerei Zwicky aber hohe, industriell anmutende Häuser mit Wohnungen.

Aber es sind nicht nur Lage und Architektur, die die Besucher an diesem Abend hierhin gelockt haben. Die Rundgangreihe «Heimsuchung», in deren Rahmen der Spaziergang stattfindet, findet unter der Verantstaltungsreihe «Plattform Genossenschaften» statt und wird vom Verband Wohnbaugenossenschaften Region Zürich organisiert. Moderiert wird der Rundgang von Projektleiterin Sabine Wolf. Rund die Hälfe des Zwicky-Areals gehört der Genossenschaft Kraftwerk1, die sonst nur Projekt in der Stadt Zürich betreut. Das Zwicky-Areal ist deshalb ihr erstes in der Agglomeration ist. Die Siedlung verbinde Wohnen, Arbeiten, Kultur und Dienstleistungen und helfe so der Agglo, Stadt zu werden, heisst es auf der Website der Genossenschaft. 

Herausfordernder Standort

Was den Lärmpegel betrifft, steht das Quartier tatsächlich keiner Stadt nach. Deshalb wurden kreative Lösungen für den hohen Lärmpegel gefunden: An der Ecke, wo die Strassengeräusche am lautesten sind, wurde ein Hotel eingerichtet. «Wir sind meist zu 75% belegt», sagt Wayne van Rooyen, der zugleich Leiter des Bistro ZwiBack ist. Doch für die grössten Herausforderungen sorgt die Lage des Areals, das sich auf der Grenze der Gemeinde Wallisellen zu Dübendorf befindet. «Während Dübendorf ein Parlament hat, politisiert Wallisellen an der Gemeindeversammlung», sagt Hasler. Diese Spaltung mache sich immer wieder bemerkbar. 

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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