Pizza backen, einen Ausflug unternehmen, etwas basteln: Bisher war es so, dass die Kinder in den Treff im «Galaxy» an der Storchengasse kamen – und das Programm schon feststand. «Zwar konnten die Kinder und Jugendlichen ihre Ideen und Wünsche immer einbringen», sagt Cristina Rampin, die Leiterin der Kinder- und Jugendarbeit (KJAD) in Dübendorf. «Doch sie sind mir einer hohen Erwartungshaltung gekommen und haben mehr oder weniger passiv konsumiert. Alles war sehr strukturiert.»
Das wird jetzt anders, denn Mitte August hat die KJAD einen Kulturwechsel vollzogen. Neu wird das Programm von Woche zu Woche, oder manchmal auch kurzfristig von den Kindern besprochen, entschieden, geplant und umgesetzt. «Die Kinder lernen so nicht nur, ihre Meinung zu vertreten und Ideen realistisch zu formulieren, sondern auch, andere Meinungen anzuerkennen, Kompromisse zu finden und auf diese Weise gemeinsam zu entscheiden», sagt Cristina Rampin.
Dies wiederum bewirke, dass die Kinder sich mehr mit Aktionen und Projekten identifizierten, was das Interesse am Programm stärke. Doch für die KJAD-Leiterin hat diese Art der Partizipation noch einen weitere Effekt: «Die Kinder merken, dass sie etwas bewirken können, das gibt ihnen Selbstvertrauen und ein Gefühl der Bedeutsamkeit.»
Auch der Jugendtreff wird anders
Nach demselben Schema wird auch der Treff der Jugendlichen am Freitagabend umgestaltet. Es gibt ein Briefing, wie man den gemeinsamen Abend gestalten möchte. Dann jedoch übernehmen die Jugendlichen. «Selbstverständlich aber wird nach wie vor jemand von der Jugendarbeit vor Ort sein. Neu gibt es einfach mehr Beziehungs- als Betreuungsarbeit.»

