Bezirk Hinwil

Bezirk Pfäffikon

Bezirk Uster

Tösstal

Themen

Specials

Services

ZO Portale

Abo

Politik

Zur Vorspeise gabs die Dübendorfer Reizthemen

Was läuft auf dem Leepüntareal? Wie weiter mit den Parkgebühren? Und wieso zittern die Hände der Dübendorfer Curler? Diese Fragen wurden am Gwerblerzmittag mit stadträtlicher Beteiligung – zumindest teilweise – beantwortet.

Inzwischen sind die ersten Mieter in den Jabee-Tower eingezogen. In der Nachbarschaft wird bald schon noch höher gebaut. , Die Visiere für das neue Sportzentrum sind ausgesteckt, jetzt werden noch finanzielle Fragen geklärt., Die Sportanlagen Im Chreis: Wenn die Curler hier ankommen, haben sie zittrige Hände. , Seit Frühling sind die Parkplätze beim Fussballplatz Zelgli gebührenpflichtig. , Für den Bus viel zu eng: Die heutige Situation beim Bahnhof Dübendorf., Ein erstes Projekt für die Erweiterung des Birchlen-Schulhauses hat der Gemeinderat abgelehnt., Die Bahnhofstrasse: Hier soll schon bald Tempo 30 gelten., «Alles richtig gemacht»: Sozialvorsteherin Jacqueline Hofer verteidigte die Mitarbeitenden des Sozialamts.

Thomas Bacher

Zur Vorspeise gabs die Dübendorfer Reizthemen

Das Wichtigste in Kürze

  • Einmal pro Jahr informieren die Stadträte die Dübendorfer Gewerbler über aktuelle und anstehende Projekte
  • Im Fokus waren diesmal insbesondere Verkehrsthemen
  • Der oberste Dübendorfer Gewerbler Werner Benz gab den jovialen Gastgeber
     

Eigentlich hätte an diesem verregneten Dienstagmittag die Frage geklärt werden sollen, wie viel Wandel die Stadt Dübendorf erträgt. So jedenfalls stand es auf der Einladung für den Gwerblerzmittag des Gewerbe-, Handels- und Industrievereins (GHI). Doch eine Antwort darauf erhielten die rund 80 Anwesenden im Restaurant Sonnental nicht. Vielmehr zeigten die Ausführungen des vollständig anwesenden Stadtrats: Das Bevölkerungswachstum lässt sich nicht aufhalten, die Frage ist nur, wie die Stadt damit umgeht.

Ein Beispiel dafür ist der längst überfällige Bushof, den der Stadtrat südlich des Bahnhofs realisieren will. Das Vorhaben wurde jedoch erst kürzlich vom Verwaltungsgericht gestoppt; betroffene Liegenschaftenbesitzer hatten rekurriert. Hochbauvorstand Dominic Müller (CVP) gab sich vor den versammelten Gewerblern dennoch zuversichtlich. «Er dauert einfach ein wenig länger und wird ein bisschen komplizierter.»

Jetzt machen alle mit 

Vorwärtsgehen soll es mit den Plänen für das Leepüntareal. Wiederholt waren Bemühungen für eine Überbauung gescheitert. Doch diesmal hat der Stadtrat alle möglichen Interessenvertreter miteinbezogen, um eine möglichst mehrheitsfähige Lösung auszuarbeiten. Ende September soll nun ein erster Bericht veröffentlicht werden.

«Die Entwicklung im Hochbord ging viel schneller als gedacht.»

Susanne Hänni (GLP/GEU), Primarschulpräsidentin

Im Hochbord-Quartier wird derweil fröhlich weitergebaut. «Die Entwicklung ging viel schneller als gedacht», sagte Primarschulpräsidentin Susanne Hänni (GLP/GEU). Dazu kämen die innere Verdichtung und die hohe Geburtenrate. Das hat zur Folge, dass gemäss aktueller Schulraumplanung bis in zehn Jahren 25 zusätzliche Klassen gebildet werden müssen. Mehrere Schulhauserweiterungen sind deshalb in Planung oder werden demnächst umgesetzt.

Bereits erfolgt ist die Baueingabe für das Sportzentrum Dürrbach, das der Zürcher Turnverband und der Regionalverband Zürich Tennis gemeinsam realisieren wollen. Involviert sind auch die Standortgemeinden Wangen-Brüttisellen und die Stadt Dübendorf, welche die bestehende Sportanlage im Zweckverband betreiben. Wenn die Finanzierung klappt, wird gemäss Sicherheitsvorstand Hanspeter Schmid (BDP) ein Gebäude mit einer Grundfläche von 85 auf 85 Metern erstellt. Geplant sind unter anderem zwei Dreifachturnhallen, eine Tennishalle und ein Trampolinpark sowie eine Filiale der Kunst- und Sportschule Uster.

Finanzvorstand Bäumle (GLP/GEU) äusserte sein Bedauern darüber, dass der Gemeinderat – wenn auch äusserst knapp – nichts von der Schuldenbremse habe wissen wollen. Vor allem aber reagierte er auf die anhaltende Kritik an den neu eingeführten Parkgebühren bei den Sportanlagen, der Oberen Mühle und dem Alters- und Spitexzentrum. Bäumle sagte, dass es für die betroffenen Trainer und Vereine «Lösungsansätze» mit Parkkarten gebe. Gleichzeitig hielt er an der Gebührenpflicht fest. Er sei aber zuversichtlich, dass am Ende beide Seiten «einigermassen zufrieden» sein werden.

Einiges an Schelte musste der Stadtrat in den letzten Wochen auch für die geplante Tempo-30-Zone im Zentrum einstecken. Stadtpräsident André Ingold (SVP) betonte, dass es sich dabei um die beste Lösung für mehr Sicherheit, weniger Lärm und einen besseren Verkehrsfluss handle. Und dass im Verkehrsausschuss noch weit einschneidendere Massnahmen diskutiert worden seien.

«Tempo 30 ist die beste Lösung für mehr Sicherheit und weniger Lärm.»

André Ingold (SVP), Stadtpräsident

Weiter erklärte Ingold, dass der Stadtrat die amtlichen Mitteilungen der Stadt neu ausschreiben werde. Diese erscheinen derzeit im «Glattaler», der wie diese Publikation von der Zürcher Oberland Medien AG herausgegeben wird. Den Anstoss gegeben hat ein entsprechendes Postulat. Bei der Veröffentlichung von Vereinsbeiträgen habe es zwar Verbesserungen gegeben, sagte Ingold, jedoch nicht in dem Mass, wie sich das sie Postulanten vorgestellt hätten.

Sozialvorsteherin Jacqueline Hofer (SVP) schliesslich konterte die andauernde Kritik, wonach mehrere Klienten des Dübendorfer Sozialamts von Mitarbeitenden schikanös behandelt worden seien. Sie verwies dabei auf eine externe Untersuchung, die dem Amt attestiere, in zwei vom «Tages-Anzeiger» aufgegriffenen Fällen korrekt gehandelt zu haben. Auf zwei Strafanzeigen, die ebenfalls den Bereich Soziales betrafen, sei die Staatsanwaltschaft gar nicht erst eingegangen.

Strasse macht zittrige Hände

Manchmal geht es auch darum, gegen den Zerfall anzukämpfen. Etwa bei der Hermikonstrasse, über die die Sportanlagen Im Chreis erschlossen sind. Die Strasse sei in einem desolaten Zustand, sagte GHI-Präsident Werner Benz, und fügte an: «Aus Curlingkreisen hört man, dass die Spieler nach der Anfahrt mit dem Auto dermassen zittrige Hände hätten, dass sie zu keiner sauberen Steinabgabe fähig seien.» Tiefbauvorstand Jürgen Besmer (FDP) meinte dazu, dass er die Strasse liebend gerne sanieren würde. «Doch das Projekt ist durch ein laufendes Rechtsverfahren blockiert.»

Abo

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?

Jetzt melden.

Kontakt

Inserieren

Abo

Services

Über uns